VZ-Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ gestalten Buschfunk und persönliche Startseite neu

 

Zum Wochenbeginn wurde die Startseite der VZ-Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ einem Facelift unterzogen.
Auf der “grafisch klarer gestalteten Startseite” erhalte man nun einen “Überblick über Statusmeldungen (Funksprüche), neu geschlossene Freundschaften, Applikationen und Fotos ihrer Freunde.”

Außerdem wurde der Buschfunk, in Facebook-Kreisen auch Status genannt, um einige Features erweitert. So zeigt dieser Stream nun neben Statusmeldungen bzw. Funksprüchen neu geschlossene Freundschaften, Applikationen und Fotos von Freunden. Im nächsten Release sollen Meldungen zu Gruppenmitgliedschaften, Pinnwandeinträgen, Profiländerungen und Foto-Verlinkungen folgen.

Auch ist es nun endlich möglich, Statusmeldungen zu kommentieren, wie man es von Facebook kennt.

Folgender Screenshot zeigt die neue Startseite sowie den Buschfunk:

Wie der Kommentar des StudiVZ Nutzers schon andeutet: Man hat mal wieder kräftig bei Facebook abgeguckt. Mittlerweile würde ich das der VZ-Gruppe jedoch nicht einmal mehr vorwerfen. Es handelt sich schlichtweg um Best Practice Features, die ein soziales Netzwerk zur Verfügung stellen sollte, um die Interaktion der Mitglieder anzuregen.

Die VZ-Gruppe hebt weiterhin die Privatsphäre-Einstellungen hervor. Hier könne man “Funksprüche und jede Meldung einzeln wählen, ob die jeweilige Nachricht allen Freunden, nur ausgewählten Freunden oder keinem angezeigt werden soll. Im Gegenzug entscheiden die VZ-Mitglieder, welche Informationen sie von ihren Freunden erhalten möchten.”

Das ganze sieht dann so aus:

Die VZ-Netzwerke würden mit diesem “neuen Key-Feature [...] den Prinzipien des Datenschutzes und der Usability gerecht.”

Ich persönlich finde die Startseite überladen und übertrieben, dieses Standardfeature heutiger Social Networks als “Key-Feature” zu bezeichnen. Was mich aber nicht stören soll. Denn eingeloggt habe ich mich nur, um die Screenshots zu machen und dann schnell wieder zurück zu Facebook zu hüpfen.

 
 

Facebook vs. StudiVZ: VZ-Chef Boss Riedl versucht verlorenen Boden zu erklären

 

Erst einmal vielen Dank an André Vatter von basicthinking.de für das Beiwohnen der Cebit-Gesprächsrunde zum Thema “Die Zukunft der sozialen Netzwerke“.

Dass ich, wie viele andere Studis aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis das soziale Netzwerk Facebook gegenüber StudiVZ klar favorisieren, ist kein Geheimnis. Auf diesem Blog habe ich mich bereits in einigen Artikeln mit den sozialen Netzwerken Facebook und StudiVZ auseinandergesetzt.

Bevor ich meine bescheidene Meinung zu den fragwürdigen Aussagen des neuen VZ-Geschäftsführers Clemens Riedls äußere, hier der Kontext hinsichtlich Riedls Aussagen, den Basic Thinking freundlicherweise geliefert hat:

Facebooks jüngster Wachstumsschub rühre einzig daher, dass das Netzwerk mit unfairem Spam um sich schleudere. Nichtmitglieder würden mit falschen Einladungen von Freunden und Bekannten auf Facebook gelockt: “Angeblich soll sogar meine Mutter dort sein! Doch sie ist nicht bei Facebook”, so Riedl. Die US-Plattform sei dabei, ein nach deutschen Maßstäben “illegales Schattennetzwerk” zu etablieren. “Das hat nichts mit Privacy oder Vertrauen zu tun – unter deutschem Datenschutz ist so etwas undenkbar.”

Genau das ist auch das Problem, das Riedl mit Facebook hat: Seiner Meinung nach können die Amerikaner hierzulande ungestört expandieren, weil deutsche Regeln (was Datensicherheit und informelle Selbstbestimmung angeht) sie nicht betreffen. StudiVZ und Co. müssten sich aber an die Vorgaben aus Berlin halten: “Das ist eine klare Benachteiligung unserer Netzwerke.”

Mit dem Vorwurf des “Facebook-Bashings” konfroniert, antwortete Riedl knapp: “Wenn das Bashing ist, dann stehen wir auch dazu!”

Riedl kündigte an, dass der Buschfunk “in den kommenden Wochen” weiter aufgebohrt werden soll, am Ende steht eine neue Funktion mit dem Namen “Deutschland in Echtzeit” – eine Antwort auf die neuen Bedürfnisse im Realtime-Web.

Hier nun meine 7-minütige Meinung zur Thematik:

 
 

Vergleich der Nutzer-Interaktionen in StudiVZ, MeinVZ & SchülerVZ vs. Facebook

 

Die VZ-Gruppe hatte vor kurzem eine Pressemeldung mit den aktuellen Statistiken ihrer sozialen Netzwerke StudiVZ, MeinVZ sowie SchülerVZ herausgegeben.

Angesichts der veröffentlichten Zahlen leitete VZ-CEO Markus Berger-de León eine hohe Zufriedenheit der VZ-Nutzer ab.
Da zumindest in meinem Bekanntenkreis der Nutzungsgrad dramatisch zurückgegangen ist und ich somit eigentlich keinen Grund mehr habe, mich dort einzuloggen, frage ich mich, ob das nur mein subjektiver Eindruck ist. Schließlich sind die VZ-Nutzer doch hochzufrieden ;-)

Da die VZ-Gruppe sich in der Pressemitteilung neben der Nutzerzahl von 16 Millionen auch mit der Anzahl der regelmäßigen Interaktionen brüstet, wollte ich die Statistiken sehr gern mit dem sozialen Netzwerk vergleichen, in dem meiner Ansicht nach einiges mehr los ist. Und das nicht nur in Form von Gruppen mit Titeln à la “Ich glühe härter vor als du Party machst”.

Facebook

Die aktuellen Statistiken zur Nutzung von Facebook sind auf der Website des sozialen Netzwerks zu finden, jedoch erfassen diese die weltweite Nutzung.
Statistiken nach Ländern bietet zum Beispiel Facebakers.com, diese beinhalten jedoch nicht die Anzahl der Interaktionen.

Der Vergleich der Statisken der VZ-Gruppe und Facebook unter deutschen Nutzern ist demnach leider nur sehr schwierig möglich. Zumindest habe ich immernoch keine Zahlen zur Interaktion deutscher Nutzer auf Facebook finden können.

Deshalb schmeiße ich einfach mal die internationalen Facebook Nutzungsstatistiken in die Runde und stelle diejenigen Zahlen  nebeneinander, welche sich  mehr oder weniger mit den VZ-Zahlen aus der aktuellen Pressemitteilung vergleichen lassen.

Statistiken der Nutzung: VZ-Gruppe vs. Facebook

VZ-Gruppe Facebook weltweit
16 Millonen Nutzer 350 Millionen Nutzer
1,4 Millionen Statusmeldungen täglich 55 millionen Status-Updates täglich
2 Millionen hochgeladene Fotos täglich 2,5 Milliarden hochgeladene Fotos jeden Monat
Über 40% besuchen ihr VZ-Netzwerk mehrmals täglich. 50% der aktiven Nutzer loggen sich jeden Tag ein.

Let’s do the Maths

  • Status-Updates: Rechnet man die Anzahl der Status-Updates auf die durchschnittlichen Updates pro Monat hoch, so sind es monatlich 2 bis 3 Status-Updates pro Nutzer in den VZ-Netzwerken, während es Facebook auf 4 bis 5 Updates pro Nutzer im Monat bringt. Diese Zahlen sind für mich sehr überraschend, da sie völlig meiner subjektiven Wahrnehmung widersprechen. Wenn mit Status-Updates in den VZ-Netzwerken der Buschfunk gemeint ist, so ist dort zumindest in meinem persönlichen Netzwerk um einiges weniger los als auf Facebook (Vielen Dank an Roy Heidemann für das Aufdecken des jetzt korrigierten Rechenfehlers).
  • Fotos: Rechnet man diese auf Nutzer pro Monat hoch, so laden VZ-Nutzer durchschnittlich 3-4 Fotos pro Monat hoch, während Facebook-Nutzer ca. 7 Fotos monatlich im Schnitt hochladen. Hochgeladene Fotos sagen sicherlich nicht viel über die eigentliche Interaktion in sozialen Netzwerken aus, vor allem wenn man in Betracht zieht, dass es darauf spezialisierte Plattformen wie Flickr oder Picassa gibt.
  • Logins: Die beiden Statistiken von 40% bzw. 50% lassen sich eventuell nicht wirklich vergleichen, da bei den VZ-Netzwerken von mehrmaligen Logins pro Tag die Rede ist, während Facebook diejenigen aktiven Nutzer in ihrer Statistik führt, welche sich jeden Tag einloggen.

Nutzung in Zahlen: VZ-Gruppe vs. Facebook – ein kurzes Fazit

Wie bereits angedeutet ist meine subjektive Einschätzung, dass im StudiVZ die Interaktion langsam aber sicher einschläft. Wie es mit meinVZ und SchuelerVZ aussieht, kann ich nicht beurteilen. Auf Facebook hingegen sind zumindest die Leute in meinem Netzwerk weitaus aktiver.

Die verglichenen Zahlen der sozialen Netzwerke sind überraschend ähnlich. Jedoch habe ich hier sicherlich auch ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen, so dass ich immernoch auf besser vergleichbare Zahlen zur Interaktionshäufigkeit hoffe. Wichtig zu erwähnen ist sicherlich noch, dass die weltweiten Facebook Nutzungsstatistiken natürlich alle Länder mit einbeziehen und deren Nutzung sehr landesspezifisch ist.

P.S.: Vielen Dank an Joerg Reschke, dessen Präsentation Zahlen und Fakten: soziale Medien und Online-Spenden mich unter anderem zu diesem Post inspiriert hat.

 
 

VZ-Netzwerke bauen Spitzenposition in Deutschland mit 16 Millionen registrierten Nutzern weiter aus

 

Wie die VZ-Gruppe gestern in einer Pressemitteilung verlauten ließ, haben StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ mit 16 Millionen Nutzern in Deutschland weiterhin die Social-Networking-Nase vorn. Facebook beispielsweise wird in Deutschland von lediglich knapp 6 Millionen Menschen genutzt.

Neben der Reichweite heißt es, dass die VZ-Netzwerke auch bei der Nutzung und Aktivität die Nummer 1 in Deutschland sind und belegen dies mit folgenden Zahlen:

Frequenz der Besuche

  • Über 40 Prozent besuchen ihr VZ-Netzwerk mehrmals täglich
  • 60 Prozent mehrmals wöchentlich
  • Über 80 Prozent mehrmals monatlich

Durchschnittliche Interaktion

  • Täglich 13 Millionen verschickte Nachrichten
  • 2 Millionen hochgeladene Fotos
  • Austausch in über 9 Millionen Gruppen
  • 1,4 Millionen Statusmeldungen

Diese Zahlen drückten laut CEO Markus Berger-de León die hohe Zufriedenheit der VZ-Nutzer aus.

An der Richtigkeit der Zahlen wage ich keinen Zweifel zu hegen, jedoch ist mein subjektiver Eindruck was die tägliche Interaktion angeht, eine völlig andere. Viele meiner Freunde teilen diese Meinung und loggen sich im StudiVZ nicht einmal mehr ein, da “dort ja eh nichts los ist”. Diese subjektive Erfahrung ist wohl nur eine logische Konsequenz daraus, dass in meinem Bekanntenkreis viele Leute in letzter Zeit angefangen haben, Facebook zu nutzen und somit nicht unbedingt Lust haben das StudiVZ auch noch zu pflegen. Gelöscht haben ihren VZ-Account jedoch nur wenige. Auch ich werde das nicht tun, man könnte ja “etwas verpassen”.

Was die Interaktionshäufigkeit angeht, stellt sich mir die Frage, wie diese im Vergleich zu Facebook (de) aussieht, denn, wie bereits angedeutet, ist mein eigener Eindruck, dass im StudiVZ nicht gerade der Bär steppt.

Was ist euer Eindruck (andere Bekanntenkreise, andere Sitten)?

Und: Gibt es Statistiken über die Interaktionshäufigkeit auf Facebook? Ich finde leider nur die Besucherzahlen.

 
 

StudiVZ und MeinVZ neben öffentlichen Politiker- und Edelprofilen bald mit öffentlichen Nutzerprofilen?

 

Wie Malte Landwehr bereits vor fast zwei Jahren prognostiziert hatte, scheinen StudiVZ und MeinVZ jetzt tatsächlich den Schritt zum öffentlichen Profil zu vollziehen, oder zumindest vorzubereiten.
Malte hatte damals suchmaschinenfreundliche URLs innerhalb des StudiVZs bemerkt und daraus geschlussfolgert, dass diese Maßnahme als Vorbereitung zur Indexierung bisher geschlossener Bereiche der Social Networking Site dienen sollte.

Führen Sie öffentliche Profile ein, die von Suchmaschinen gefunden werden können?

“Nein, auf keinen Fall.” – hatte VZ-CEO Marcus Riecke vor gut zwei Jahren auf diese Frage in einem FAZ Interview noch geantwortet.

In diesen zwei Jahren ist jedoch viel passiert. Die VZ-Gemeinden stehen mit dem Rücken zur Wand, während ihre Besucherzahlen stagnieren, haben Facebook und wer-kennt-wen.de mittlerweile viele neue Nutzer für sich gewinnen können, was folgender Google-Trends Grafik der letzten 12 Monate (Unique daily Visitors) zu entnehmen ist:

Google Trends Vergleich innerhalb der letzten 12 Monate

Um zumindest den Traffic zu erhöhen, ist es naheliegend, Profile den Suchmaschinen zugänglich zu machen.
So sind Politikerprofile bereits auffindbar und öffentlich einsichtbar:

VZ Politerprofil Cem Özdemir

Natürlich muss man sich registrieren, wenn man mehr vom Profil einsehen möchte.
Genauso verhält es sich bei Edelprofilen:

VZ Edelprofil smatch.com

Neben Politiker- und Edelprofilen nun auch Nutzerprofile indexiert

Nun lassen sich neuerdings auch stinknormale VZ-Nutzer über Google finden:

VZ Profil Stefan Martens

Bis auf die Info, wie häufig es den gesuchten Namen im VZ gibt und welche Namen sonst noch häufig auftauchen, gibt es hier jedoch bisher nicht viel zu sehen. Bisher, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es bei dieser Übergangslösung bleiben wird, da diese in jener rudimentären Form kaum sinnvoll ist.

Noch weniger Sinn ergibt die Aufzählung der häufigsten Namen, welche weiter unten auf der Übersichtsseite zu sehen ist:
namen

Also, mal schauen wann die nächste AGB-Änderung kommt und die nächsten VZ-Nutzer zu Facebook überlaufen ;-)