Zwei potentielle Twitter Features um den Noise zu reduzieren

 

Man kann Twitter zu vielerlei Zwecken nutzen. Einige nutzen es ganz “klassisch”, um mit ihren Freunden in Kontakt zu bleiben, indem sie ihnen mitteilen, was sie gerade so machen. Andere nutzen es für Marketing-Zwecke, wiederum andere weil sie witzig sein wollen oder gar poetisch.

Da ich Twitter primär als Informationsquelle nutze sowie als Plattform, auf der ich (hoffentlich) interessante Informationen teile, fände ich es klasse, wenn Twitter ein paar klitzekleine Features entwickeln würde, die den Noise reduzieren, welcher in den Timelines dieser Welt so herumgeistert.

Wenn ich gezielt nach Informationen suche, folge ich Twitter-Nutzern primär aufgrund der Themen, über die sie schreiben bzw. welche sie interessieren. Folglich möchte ich nicht unbedingt wissen, was der Typ, der über Enterprise 2.0 twittert, gerade für eine neue Frisur hat. Es sei denn die Frisur wäre eine Bild-Schlagzeile wert oder ich kenne den Typen halt im “echten Leben”.

Genauso geht es sicherlich vielen meiner Followers, wenn es um einige meiner Tweets geht.

Zwei Ideen für Twitter-Features, die diesen und anderen Noise reduzieren könnten, wären folgende:

Tweets in einer für meine Follower unverständlichen Sprache eliminieren

Deutsche Tweets mögen interessant oder hilfreich für meine deutschsprachigen Twitter Followers sein, ergeben jedoch keinerlei Sinn für diejenigen, die unserer komplizierten Sprache nicht mächtig sind. Statt diese also zu zwingen Deutsch zu lernen, hatte ich schon seit längerem die Idee, dass es doch klasse wäre, wenn Twitter Sprachen-Hashtags einführen würde.

Das könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

#de Moin, dieser Tweet ist deutschsprachig und wieso sollten Leute ihn lesen, wenn sie kein Deutsch können?!

Das #de-hashtag würde in diesem Falle für einen deutschsprachigen Tweet stehen. Twitter müsste nun nur noch die Option bieten in den Settings diejenigen Sprachen auszuwählen, derer man mächtig ist. So würden nur die Tweets in der Timeline angezeigt werden, die mit dem jeweiligen Sprach-Hashtag versehen sind.

Das würde nicht nur den Noise für Twitter-Nutzer reduzieren, welche nicht die Muttersprache der bi- bis multilingualen Twitterer verstehen, denen sie folgen, sondern könnte auch einen zweiten Account überflüssig machen.

So nutzt Nicole Simon beispielsweise einen englischsprachigen Haupt-Account sowie einen deutschsprachigen Twitter-Account. Ich hatte vor kurzem beschlossen, das ebenfalls so zu machen, habe mich nun aber doch entschieden, meinen eigentlichen Twitter-Account SMartens83 mit englischen als auch deutschen Tweets zu befeuern. Das ist für mich natürlich schlichtweg einfacher, erzeugt auf der anderen Seite leider Gottes natürlich ein gewisses Rauschen für diejenigen meiner Followers, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.

Tweets nur an ausgewählte Listen senden

Dass Twitter Listen eingeführt hat, ist klasse. Aber wäre es nicht noch viel besser, wenn ich diejenigen Listen auswählen könnte, welche meine Tweets erreichen soll?

Ein paar Beispiele:

  • Ich habe eine Liste deutschsprachiger Twitter-Nutzer erstellt, welche über Social Media twittern. Wenn ich nun einen deutschsprachigen Link zum Thema Social Media mit meinen Followers teilen möchte, ergibt dieser für meine englischsprachigen Followers natürlich wenig Sinn. Also möchte ich diesen Tweet nur mit meinen deutschsprachigen Followers teilen, welche sich auch für Social Media interessieren!
  • Man hat eine Liste mit engen Freunden erstellt, also echten Freunden, nicht den MySpace Freunden, und möchte ihnen etwas persönliches mitteilen, was nicht für die ganze Timeline bestimmt ist, sondern eben nur für jene engeren Freunde.

Das sind diejenigen Features, die mir spontan einfallen, wenn es darum geht, den Noise für meine Followers zu reduzieren. Abgesehen davon, einfach mal sinnvolle Dinge zu twittern natürlich ;-)

Solltet ihr weitere Ideen haben oder einen Weg gefunden haben, die von mir erwähnten Ideen auch ohne ein neues Twitter-Feature zu realisieren, so teilt mir und der Welt es doch einfach auf Twitter oder hier in den Kommentaren mit.