VZ-Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ gestalten Buschfunk und persönliche Startseite neu

 

Zum Wochenbeginn wurde die Startseite der VZ-Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ einem Facelift unterzogen.
Auf der “grafisch klarer gestalteten Startseite” erhalte man nun einen “Überblick über Statusmeldungen (Funksprüche), neu geschlossene Freundschaften, Applikationen und Fotos ihrer Freunde.”

Außerdem wurde der Buschfunk, in Facebook-Kreisen auch Status genannt, um einige Features erweitert. So zeigt dieser Stream nun neben Statusmeldungen bzw. Funksprüchen neu geschlossene Freundschaften, Applikationen und Fotos von Freunden. Im nächsten Release sollen Meldungen zu Gruppenmitgliedschaften, Pinnwandeinträgen, Profiländerungen und Foto-Verlinkungen folgen.

Auch ist es nun endlich möglich, Statusmeldungen zu kommentieren, wie man es von Facebook kennt.

Folgender Screenshot zeigt die neue Startseite sowie den Buschfunk:

Wie der Kommentar des StudiVZ Nutzers schon andeutet: Man hat mal wieder kräftig bei Facebook abgeguckt. Mittlerweile würde ich das der VZ-Gruppe jedoch nicht einmal mehr vorwerfen. Es handelt sich schlichtweg um Best Practice Features, die ein soziales Netzwerk zur Verfügung stellen sollte, um die Interaktion der Mitglieder anzuregen.

Die VZ-Gruppe hebt weiterhin die Privatsphäre-Einstellungen hervor. Hier könne man “Funksprüche und jede Meldung einzeln wählen, ob die jeweilige Nachricht allen Freunden, nur ausgewählten Freunden oder keinem angezeigt werden soll. Im Gegenzug entscheiden die VZ-Mitglieder, welche Informationen sie von ihren Freunden erhalten möchten.”

Das ganze sieht dann so aus:

Die VZ-Netzwerke würden mit diesem “neuen Key-Feature [...] den Prinzipien des Datenschutzes und der Usability gerecht.”

Ich persönlich finde die Startseite überladen und übertrieben, dieses Standardfeature heutiger Social Networks als “Key-Feature” zu bezeichnen. Was mich aber nicht stören soll. Denn eingeloggt habe ich mich nur, um die Screenshots zu machen und dann schnell wieder zurück zu Facebook zu hüpfen.

 
 

SchuelerVZ: Was der Buschfunk-Schüler von heute so zwitschert

 

Bis vor zehn Minuten war mir gar nicht bewusst, dass auch Nutzer des SchuelerVZs ihre Buschfunknachrichten via Twitter publik machen können. Viele Schüler scheinen sich folgenden Hinweis dabei jedoch nicht wirklich zu Herzen genommen haben:

Überlegt euch vor dem Abgeben jeder einzelnen Statusmeldung genau, ob diese tatsächlich für immer der ganzen Welt zur Verfügung stehen soll!

Vielleicht sollte PR-Blogger Klaus Eck auch Kinder und Jugendliche beraten, denn die Bandbreite von dem was da an die Öffentlichkeit gelangt, reicht von unfreiwllig komisch über beleidigend bis hin zu vermeintlich kleinkriminellen Absichten.

SchuelerVZ Buschfunk on Twitter – Schmankerl und Bedenkliches

Fangen wir mal an mit dem vermeintlich “Kleinkriminellen”, dem Robin Hood unter den SchuelerVZlern, welcher anscheinend irgendwie an die bevorstehende Bio-Arbeit rangekommen ist und seinen Mitschülern großzügig eine Kopie anbietet:

RealNudeDude nimmt das gute alte “What are you doing” immerhin wörtlich und ergänzt es um ein gekonntes “How does it smell?”:

Interessant ist auch, dass der Buschfunk im SchuelerVZ in hohem Maße für Dialoge genutzt zu werden scheint. Ist doch schön, wenn die Kids sich unterhalten, möge man denken. Was da aber teilweise vom Stapel gelassen wird, ist wirklich sehr bedenklich und kann durchaus als Cyber-Mobbing bezeichnet werden:

Es geht Gott sei Dank allerdings auch harmloser:

Vielen Schülern scheint nicht bewusst zu sein, dass nun auch ihre Lehrer und Eltern mitlesen könn(t)en. Das könnte unter anderem daran liegen, dass einige wohl vergessen haben, dass sie ihren Buschfunk für Twitter freigegeben haben:

Fazit: Sascha Lobo hat Recht, indem er Interneterziehung als Schulfach fordert.