Religion nimmt nicht nur in Form der einfachen Bekreuzigung nach einem Tor Einfluss auf die Welt des Sport.
Einige Gesten und Entscheidungen gehen darüber hinaus, von denen einige im Folgenden vorgestellt werden sollen.
Gerade gestern hat der Israeli Itay Shechter im Champions- League-Qualifikationsspiel gegen Red Bull Salzburg nach seinem Treffer eine rota Kippa aus dem Stutzen gezaubert, sich diese aufgesetzt und seinen Torjubel in Form eines kurzen Gebets zelebriert:
Da laut UEFA-Regularien religiöse Gesten und Zeichen auf dem Feld nicht erlaubt sind, wurde das jüdische Gebet mit einer gelben Karte bestraft. Für Tel Aviv Coach Eli Guttman hingegen ging die Geste in Ordnung. “Wenn sich ein christlicher Spieler nach einem Tor bekreuzigt, ist das für mich auch in Ordnung”, so der Trainer.
When Jesus Calls
Bei manchen Sportlern geht der Glaube anscheinend über Gesten auf dem Platz hinaus, wie das Beispiel des 23-jährigen Footballspielers Glen Coffee des NFL-Teams der San Francisco 49ers heute eindrucksvoll verdeutlicht.
Der Christ habe während seiner College-Zeit zum Glauben gefunden. “Mir kam es vor, als ob ich mich dazu gezwungen hatte, weil alle es von mir erwartet hatten. Jesus hat mir schon vor langer Zeit gesagt, ich solle das Spiel aufgeben.”
Hätte Jesus doch nur eine ähnliche Erleuchtung für den wiedergeborenen Christen George W. Bush in Punkto Präsidentschaft übrig gehabt.
Sportler während des Ramadans und zwei verschiedene Methoden damit umzugehen
Ex-Bayern-Profi Ali Karimi wurde gestern aus seinem iranischen Club ausgeschlossen, weil er etwas sehr schlimmes getan hat. Er wird beschuldigt während des Trainings Wasser getrunken zu haben. Hat er eventuell das Wassers des Trainers geklaut? Nein, das Problem ist, dass Fußball-Training für gewöhnlich tagsüber stattfindet und er somit das Fasten während des Ramadan gebrochen hat. Zu jener Zeit ist es aus islamischen Glaubensgründen strengstens untersagt, tagsüber zu essen oder zu trinken.
Nach landesweiten Fan-Protesten gegen die Entlassung sowie der Unterstützung ehemaliger Bundesliga-Profis wie Ali Daei oder Mehdi Mahdavikia will die Vereinsführung die Maßnahme noch einmal überdenken.
Dass es auch anders geht, zeigt ein Highschool Football Team in Dearborn, Michigan, welches zum Großteil aus muslimischen Spielern besteht. Um eine vernünftige Ernährung vor, während und nach dem Sport zu gewährleisten, hat man sich entschieden während des Fastenmonats Ramadan von 23 bis 4 Uhr morgens zu trainieren.





