Neue Webcam – kurzes Hallo und Cebit-Session Ankündigung

 

Wenn möglich bitte Sound herunterdrehen. Das war meine erste Aufnahme und ich hatte die Einstellungen noch nicht so ganz fein justiert. Die Auflösung ist auch noch nicht optimal. Geht besser mit der Logitech Webcam Pro 9000, wie in einigen YouTube Videos zu sehen.

Übrigens:

Social Media Szene verschenkt noch zwei Social Media Beratungen auf Skype, inkl. relevantem Material – soweit vorhanden ;-)
Einfach einen Kommentar auf der Social Media Szene Facebook Fan Page hinterlassen.

Cheers!

 
 

Sozial verträgliche Widgets im E-Commerce: Ein alter Post in neuem Gewand

 

Vor gut einem Jahr habe ich auf meinem englischsprachigen The Blog That SMartens einen Post mit dem Titel Umweltfreundliche Widgets für Online-Shops verfasst. Dies geschah im Rahmen eines Gewinnspiels, in dem Ole Seidenberg dazu aufrief, sich in einem Artikel damit auseinander zu setzen, wie man Social Commerce und Online-Shopping tatsächlich sozialer bzw. nachhaltiger gestalten könnte.

Da dies zum längsten Artikel meiner ca. 27 jährigen Karriere als selbstständiger Social Media Experte mit Kunden wie Hermanns heißes Bratwurst-Eck und Wilmas wuseliger Wasch-Salon wurde und ich mir damals so richtig Mühe gegeben habe, dachte ich mir, dass jener Artikel hier durchaus seinen Platz verdient hat. Nicht nur wegen der Idee an sich, sondern auch da der Artikel eine schöne Einleitung ins Thema Online- und Widget-Marketing darstellt und meiner bescheidenen Meinung nach immernoch von Relevanz ist.

Ole hingegen fand vor allem die Idee damals so gut, so dass ich dank des Gewinnspiels kostenlos die re:publica 2009 besuchen durfte, wo unter anderem Wikipedia Co-Founder Jimmy Wales zugegen war, der einen von Wikipedia-Selbstmarketing und Langeweile geprägten Vortrag hielt. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Johannes und Marcel konnte ich Jimbo immerhin als Twitter-Follower gewinnen, nachdem dieser offensichtlich die leicht negativ gefärbte Twitter-Timeline während seines Talks gecheckt hatte. Dies sei aus nostalgischen Zwecken nur am Rande erwähnt.

Nun zum eigentlichen Thema:

Wie erwähnt hatte Ole damals die Idee das Soziale im Social Commerce ein wenig wörtlicher zu nehmen und dazu aufgerufen, zu überlegen inwiefern soziales Engagement von Online-Shoppern und Online-Shop-Betreibern verknüpft werden könnte.
Nach einigem Hin- und Herüberlegen kam mir dann unglaublicherweise schließlich eine Idee:

Widgets zum Bewerben umweltverträglicher Produkte

Dazu zunächst eine kleine nicht-nerd-taugliche Definition Marke Eigenbau:

Widgets sind kleine lustige Programme, die von verrückten Programmierern entwickelt werden und in ‘fremde’ Websites integriert werden können.

Der darin angezeigte Content stammt also (in den meisten Fällen) nicht vom Webmaster selbst, sondern von einem Drittanbieter wie beispielsweise Facebook (siehe komischer-typ.de Facebook Fan-Page-Widget).

Genug der Definitionen und Beispiele. Wie können nun Widgets zum Bewerben umweltfreundlicher Produkte im Social Commerce genutzt werden?

Ich gehe dabei davon aus, dass ein Online-Shop bereits diverse “grüne” Produkte aus dem eigenen Sortiment anbietet oder als Plattform für Shops dient, welche im besten Falle ebenfalls das ein oder andere grüne Produkt online verfügbar haben.

Umweltfreundliche Widgets – die Strategie

Ganz klassisch möchte ich zunächst erklären was König Kunde und Kaiser Website-Betreiber im Endeffekt davon haben:

1. Mit gutem Beispiel voran gehen

Baut ein Blogger oder ein Websitebetreiber ein Widget auf seiner Website ein, welches zu verstehen gibt, dass er Produkte gut heißt, die umwelt- bzw. sozialverträglich hergestellt wurden, so zeigt er damit der Umwelt bzw. sozial verträglichen Arbeitsbedingungen gegenüber eine reflektierte und verantwortliche Einstellung.
Dies sollte meiner Meinung nach einen positiven Eindruck des Bloggers / Websitebetreibers bei den Besuchern seiner Website hinterlassen, so dass er eine gewisse Vorbildfunktion einnimmt.
Natürlich gibt es auch Menschen, die solche Aktionen ins Lächerliche ziehen und sich einen Hummer zum Cruisen in der Innenstadt angeschafft haben, aber das ist ein anderes Thema.

2. Das gute alte Geld

In den Widgets wird unter anderem auf umweltfreundliche Produkte verlinkt. Je nach Geschäftsmodell kann der Onlineshop an diesen Klicks verdienen, wobei hier lediglich zweieinhalb Optionen erläutert werden sollen:

a) Der Online-Shop vertreibt seine Produkte selbst. Der Nutzer landet auf der Produkt-Website des Online-Shops und kauft das Produkt.

b) Es handelt sich um eine Website, die eine Plattform für mehrere Shops darstellt. Letztere Shops zahlen der Plattform jeweils einen gewissen Cost-per-Click oder Cost-per-Order Betrag.

In ersterem Fall profitiert der Online-Shop selbst davon, wenn ein Besucher auf das Widget geklickt hat und kann somit dem Blog- oder Websitebtreiber eine kleine Vergütung zahlen, welche als Incentive für denjenigen dient, der das Widget eingebaut hat. Das könnten beispielsweise 5 Cent pro Klick sein. Selbst wenn nichts gekauft wird, hat der Shop ein gewisses Branding erreicht, da der Klickende immerhin auf der Website des Online-Shops war.

In letzterem Fall kommt es auf das Preismodell an. Beim Cost-per-Click kann die Shopping-Plattform denjenigen, der das Widget eingebaut hat, am CPC Betrag beteiligen, welches der Online-Shop an sie zahlt. Hier besteht jedoch eine potentielle Gefahr des Clickfraud.
Handelt es sich um ein CPO-Modell und es kommt zu einem Kauf, kann der Websitebetreiber mit einem gewissen Prozentsatz des Produktpreises oder aber eher mit einer pauschalen Summe vergütet werden. Letztere Summe sollte natürlich deutlich höher sein als die beim CPC-Modell.

Bei beiden Optionen kann man jedoch als Anbieter der Widgets schnell einen verruchten Ruf weghaben. Frei nach dem Motto: “Jaja, die Leute mit Umweltthemen locken, aber schließlich geht’s dann doch nur um’s liebe Geld”. Die Wahrscheinlichkeit würde ich jedoch spontan eher als gering einschätzen, vor allem wenn man ein gewieftes Marketing-Team sein Eigen nennt. Aber mal ehrlich: Wer möchte nicht gerne von sich behaupten, dass er etwas Geld nebenher verdient und dabei auch noch an die Umwelt denkt.

Die idealen Konsequenzen des Widgets

Wird das Widget fleißig angeklickt und findet gut Verbreitung (was man dafür beachten sollte weiter unten), so sind die positiven Effekte einleuchtend:

  • Traffic: Durch Klicks auf eingehende Links steigt der Incoming Traffic der Website
  • Mehr eingehende Links: Durch Verlinkung im Widget steigt die Anzahl dieser, was sich wiederum positive auf den Google Juice auswirkt.
  • Branding: Da das Widget im Idealfall ein wenig von der CI des Unternehmens überträgt, ist ein Branding-Effekt vorhanden, selbst, wenn der Surfer nicht mit dem Widget interagiert.
  • Neukundengewinnung: Natürlich kann ein Widget dazu beitragen neue Kunden zu gewinnen. In diesem speziellen Fall kommt zur eigentlichen Zielgruppe auch der Kreis derer hinzu, welche sich sozial engagieren und auf die Umwelt achten. Ich vermeide hier bewusst den Begriff “Ökos” ;-)
  • Positives Image: Menschen beginnen das Unternehmen mit Nachhaltigkeit zu assoziieren, was sich positiv auf die Außenwahrnehmung des Unternehmens auswirkt.
  • Potential einer viralen Verbreitung: Seedet man die Widgets geschickt und den Leuten gefällt es, kann es sich viral verbreiten. Dies kann jedoch nicht vorausgesagt werden. Wer also eine Agentur beauftragt “eine virale Marketing-Aktion” zu entwickeln, sollten sich erst einmal den Unterschied zwischen Word-of-Mouth und viralem Marketing klarmachen.

Was ein erfolgreiches Widget ausmacht

Natürlich gibt es kein Patentrezept, welches nach drei Tagen die Server durchbrennen und den Gewinn von jetzt auf gleich in die Höhe schnellen lässt.
Es haben sich jedoch einige Richtlinien herauskristallisiert, die zum Erfolg eines Widgets beitragen können.

Zunächst sollte man sich stets bewusst sein, dass ein erfolgreiches Widget folgende drei Ziele verfolgen sollte, die es auszubalancieren gilt:

  • Aufmerksamkeit beim Nutzer wecken
  • Nutzen beim Websitebetreiber darstellen
  • Branding des Widget-Initiators

Um diese essentiellen Effekte zu erreichen, sollten folgende Voraussetzungen gegeben sein:

1. Modifizierbarkeit:
Verschiedene Websites bringen verschiedene Designs mit sich. Also sollte es dem Websitebetreiber möglich sein das Widget nahezu reibungslos in sein Design zu integrieren.
Hier sollten zumindest Optionen bei Farbe und Größe angeboten werden. Für letztere empfehlen sich für Blogs sowie Social Networks 160×300 Pixel.

2. Vielseitige Integration:
Man sollte nicht von Vornherein den Einsatz seines Widgets einschränken, sondern versuchen soviele Einsatzgebiete wie möglich zu bedienen.
Von der gewöhnlichen Website, hin zum Blog, bis zum Social Network für den Verein der Hundebesitzer mit eingeschränkter Sehfähigkeit.
Eine sehr hilfreiche Übersicht bietet hier die Drop-Target-Matrix von Clearspring.

3. Aktualisierbarkeit:
Die Möglichkeit das Widget aktuell zu halten, ist von großer Bedeutung. Man möchte den Nutzer keine Links zu 404-Seiten präsentieren.

4. Interaktivität und Incentives
Um zu verhindern dass die Nutzer von ihrer Banner-Blindness Gebrauch machen, sollte das Widget den Nutzer zur Interaktion einladen.
Diese Interaktion sollte jedoch nicht ausschließlich dazu führen, dass der Nutzer auf der Zielwebsite landet, sondern darf ihn auch für längere Zeit auf der ursprünglichen Website halten.
Ein simpler Mouse-Over Effekt oder ein Browsen durch verschiedene (ansprechende) Produkte oder Nutzerprofile wären hier Beispiele.

5. Ein (im Idealfall) virales Element
Da man natürlich möchte, dass sich das Widget schnell und möglichst weit verbreitet, sollte es möglichst einfach sein, dieses zu integrieren.
Hilfreich ist hier daher eine “Get this Widget”-Funktion, die ein Einbauen in die eigene Website vereinfacht und diesen Prozess beschleunigt.
Auch sollte eine uberflüssige Registrierung den Nutzer nicht vertreiben.

6. Integration eingehender Links
Wie bereits erwähnt wirken sich eingehende Links einerseits positiv auf den Google Juice aus und haben gleichzeitig den durchaus positiven Nebeneffekt, dass potentielle Käufer auf die Website des Online-Shops gelangen.
Daher sollten diese Bestandteil des Widgets sein, wie in Punkt 4 angedeutet jedoch nicht die einzige Form der Interaktion darstellen.

7. Prominente Platzierung
Im Idealfall sorgt man natürlich dafür, dass sein Widget im sichtbaren Bereich (“Above the fold”) eingesetzt wird.
Bietet man Websitebetreibern Incentives in Form von monetären Beteiligungen, könnte man hier durchaus darüber nachdenken das Einbinden im sichtbaren Bereich als Voraussetzung dafür festzulegen.
Abgesehen davon sollte man darauf achten, dass das Widget trotz einladener Optik nicht Opfer der konditionierten Banner-Blindness wird, welche vor allem im oberen rechten Bereich zuschlägt.

8. Verbreitung
Das Widget sollte in sovielen Widget Galerien wie möglich eingestellt werden, wie zum Beispiel bei Widgetbox, um nur eine zu nennen.
Auch bietet es sich an diverse Blogger (ggf. gegen Entgeld) zu bitten, das Widget einzubauen und über die Aktion zu bloggen. Ebenso sollte man versuchen das Widget so gut es geht in diversen Social Networks zu platzieren.
Wie genau man Widgets der hier beschriebenen Produktgruppe bewerben könnte, werde ich am Ende des Blogposts erläutern.

9. Make it social
User Generated Content wird eher vertraut als Firmenlogos. Es lohnt sich also Nutzerprofile oder auch Bewertungen in seine Widgets zu integrieren.

10. Tracking
Tracking steht nicht in direktem Zusammenhang zu den eingangs erwähnten drei Zielen eines Widgets, es gehört aber definitiv in diese Liste und nicht nur weil es sonst nur 9 Punkte geworden wären, sondern vor allem, weil eine Analyse der Klicks, Interaktionen und Leads heute unverzichtbar sind.
Da hier genau der Vorteil schlechthin des Online-Marketing gegenüber Werbung in TV- oder auch Printmedien liegt, ist es essentiell zu analysieren, wer von wo kommt, was kauft, wohin klickt.
Wie einige meiner Fußballtrainer gern zu sagen pflegten: “Wenn dein Gegenspieler auf Klo geht, dann gehste mit!”.
Ungefähr so mächtig sind Tracking-Möglichkeiten mittlerweile. Ob der Nutzer nun eine Seite verlässt, einen Link anklickt oder nach 43 Sekunden die Seite verlässt. Mir fallen mehr Dinge ein, die nicht trackbar sind.

Widschets, sind dat net diese neuen Sandwiches?

Keine Angst. Es ist keineswegs so, dass nur die Early Adopters, also die geekigen Nerds da draußen etwas mit Widgets anfangen können.
Und selbst wenn es so wäre – für zahllose Internetnutzer ist das World Wide Web eine einzige Black Box. Hier wird sich gewundert dass diese etwas unordentlich aussehende Ansammlung von Begriffen eine Tag Cloud ist, während dort jemand seit Stunden mit einem Widget spielt, weil er es einfach nicht schafft mehr Bier als der Weihnachtsmann zu trinken (ja, so etwas gibt es wirklich und nein, ich spreche da nicht aus eigener Erfahrung).

Man muss nicht genau wissen ein Auto funktioniert, um es fahren zu können.

Außerdem zeigen aktuelle Studien, dass Widgets durchaus genutzt werden, teilweise etwas übertrieben dargestellt, teils aber auch mit harten Fakten belegt.
So hat Jupiter Research herausgefunden, dass in den USA 39% der Internetnutzer mit dem Begriff “Widget” vertraut sind und 26% sie bereits genutzt haben.
Interessant an dieser dass 18-24 Jährige Widgets wie Buch-Lieblingslisten oder Geschenk-Applikationen bevorzugen.
Ersteres ließe sich für Online-Shops sehr gut realisieren, auch mit umwelt- bzw. sozial verträglichen Produkten.

Eine Umgebung für das umweltfreundliche Widget in der Online-Präsenz schaffen

Es kommt natürlich drauf an, wieviel Aufwand man in Verbindung mit dem Widget betreiben möchte bzw. kann.
Betreibt man einen Online-Shop in dem man selbst umwelt- bzw. sozial verträgliche Produkte vertreibt, bieten sich einige Optionen.
Hat man nur einige den Spezifikationen entsprechende Produkte im Sortiment, würde es naheligen, diese in einer neuen Kategorie zusammenzufassen und diese, je nach Umfang der Produktpalette ggf. zu erweitern.
Die hier aufgeführten Produkte sollten dann mehr Informationen bieten als nur Titel und Preis, nämlich inwiefern diese Produkte überhaupt sozial- bzw. umweltverträglich hergestllt wurden.
Das macht das ganze nicht nur authentischer, sondern kann eine Zielgruppe, die bevorzugt eben jene Produkte kauft auch an den Shop binden, da über die eigentlichen Produkte hinaus auch interessanter Content geboten wird.

Ein Blog als optionaler Zusatz

Um eben jene Kundenbindung noch weiter zu stärken, bietet sich auch ein Blog an, in dem man noch ausführlichere Informationen zu den Produkten bereitstellt und auch darüber hinaus thematisch passende Beiträge publiziert.
So kann wiederum über interessanten Content (hinaus) ein Dialog mit dem Kunden initiiert werden.

Verfolgt man die “grüne Linie” konsequent, besteht die Möglichkeit Mitarbeiter bloggen zu lassen, was sie tun, um ihren (Arbeits-)Alltag nachhaltiger zu gestalten.
Setzt man dies authentisch um, beweist dies den Kunden, dass man sich über die Produkte hinaus mit Nachhaltigkeit beschäftigt.
Dies kann einerseits zu einer umwelt- und sozial verträglichen Außenwirkung des Unternehmens beitragen und bringt andererseits auch noch den Vorteil, dass der Kunde Einblicke hinter die Kulissen der sonst so unnahbaren Firma bekommt und auf diese Weise die Menschen, die das Unternehmen tragen, kennenlernt und nicht nur irgendein CI-konformes Logo.
Inspirieren lassen kann man sich hier von Do the Green Thing, welche die Green-Thing Community auf sehr witzige Art und Weise tagtäglich aufruft eine gute Tag im Sinne der Umwelt zu tun.

Shopping Plattformen die auf Drittanbieter verlinken

Für jene Unternehmen würde sich anbieten auf ihre Kunden, also die Shops, auf deren Produkte verlinkt wird, zuzugehen, und sich eine Auswahl von entsprechenden Produkten geben zu lassen.
Hat man genügend Produkte zusammen kann man daraus eine eigene Kategorie bilden, wie oben bereits beschrieben. Auch die Blogging-Idee wäre hier ein schöner Ansatz.

Finanzielle Anreize und Gutscheine, hereinspaziert, hereinspaziert

Um die Aktion weiter ins Laufen zu bringen, sollte man weitere Incentives schaffen, wenn finanzielle Möglichkeiten vorhanden sind.
Eine Idee wären Incentives in Form von Gutscheinen. So könnte man bei genügend Traffic auf der eigenen Site auf eine Art Gewinnspiel hinweisen.
Hat man im Allgemeinen nicht wirklich viel Traffic auf der eigenen Site und meint man es durchaus ernst mit der Aktion, so bestünde auch die Möglichkeit die Aktion, bzw. die eigene Seite für einen gewissen Zeitraum durch Google AdWords und vergleichbare Dienste marketing-technisch zu pushen.

Ein Szenario könnte sein, dass man aufruft, das Widget in den eigenen Blog / Webauftritt (oder eines Freundes/einer Freundin) zu integrieren, wobei die ersten, 500 (oder 10 oder 3 Millionen, je nach Portemonnaie) Leute gestaffelt Gutscheine für die ausgelobte Produktgruppe erhalten.
Die ersten 50 bekommen jeweils 50€-Gutscheine, die nächsten 150 25€-Gutscheine und die darauffolgenden 300 jeweils 10€-Gutscheine, was ungefähr 9250€ ergeben sollte.
So wären wir bei 18,50€ pro Link und 500 potentiellen Transaktionen und somit eventuellen Neukunden. Das mag ein wenig nach Milchmädchen Rechnung aussehen, deshalb sei darauf hingewiesen, dass es nur die hypothetische Ausführung einer generellen Idee darstellt ;-)
Diese Leute müssten natürlich auch noch bestimmten AGBs zustimmen, in denen drinsteht, dass sie die Widgets für mindestens x Monate auf ihrer Webpräsenz belassen und dass sie im Idealfall
im oberen Bereich der Website platzier sind. Eine weitere Idee wäre Gutscheine für Blogposts über die Aktion zu vergeben. Oder ganz verrückt: Nach Pagerank der Webpräsenz gestaffelte Gutscheine :-)
Na gut, Fantasien sind keine Grenzen gesetzt, Marketingplänen schon :-)
Aber vielleicht dienen diese Ideen ja zur Anregung.

Wie das Widget genau gestaltet sein sollte

Das ist natürlich stark abhängig von den Präferenzen des jeweiligen Online-Shops.
Mein Widget könnte beispielsweise so aussehen:

Sollte es jemand geschafft haben, bis hierher zu lesen, würde ich mich sehr über Kommentare freuen, da damals leider keine Diskussion entstanden ist.

 
 

Julia: Braucht die Welt solche Dinge wie Twitter? Sascha Lobo: Ja, weil…

 

Eine Freundin hat auf der komischer-typ.de Facebook Page die Frage in den virtuellen Raum gestellt, wieso sie überhaupt Twitter nutzen sollte und repräsentiert damit leider (oder Gott sei Dank?) einen großen Teil meines nicht ganz so nerdigen Freundeskreises. Also…

Wie erklärt man seinen Freunden die Mehrwerte von Microblogging und co.?

Eigentlich hatte ich über diese “Problematik” immer mal wieder einen längeren Artikel verfassen wollen, die sozial-mediale 1:n Kommunikation hat mir dies jedoch erst einmal abgenommen. Erfreulicherweise war n in diesem Falle kein geringerer als Sascha Lobo.

Dieser hat nämlich freundlicherweise eine sehr ausführliche, geistreiche und nichtsdestrotz verständliche Antwort gegeben auf die Frage:

Braucht die Welt solche Dinge wie Twitter?

Wie erwähnt ist der Original-Thread auf der Facebook-Page zu finden, jedoch fand ich, dass die Antwort trotz informationaller Redundanz auch hier ihren Platz verdient hat. Hier nun also Frage und Antwort:

Julia: “Braucht die Welt solche Dinge wie Twitter?”

Twitter und auch der Buschfunk im StudiVz erscheinen mir nur als Medium über das Leute ihre unterdrückten exhibitionistischen Neigungen ausleben können und ich den ganzen Tag mit Informationen gefüttert werde, die mich doch eigentlich gar nicht interessieren.

Ich frage mich: Warum wollen Leute der Welt mitteilen, dass die Tomatensauße auf den Nudeln versalzen war oder sie grün gelb geringelte Zehensocken tragen?

Auf der anderen Seite: Wer schützt denn eigentlich den Schreiber, vor allem wenn er minderjährig ist? Oder den über den vielleicht geschrieben wird? Die Palette für Missbrauch erscheint mir riesengroß und es drängt sich mir nach wie vor die Frage auf: Will ich eine Welt, die so klein ist, dass ich über jeden Schritt des anderen bescheid weiß? Können die sicher vorhandenen Vorteile die Nachteile aufwiegen oder sehe ich das zu eng?

Kann mir jemand Twitter und Co. näher bringen?

Saschas Antwort

Ich tue mal so, als hättest du eine unvoreingenommene Frage gestellt (“Wer braucht Twitter?”) und nicht schon deine Wunschantwort in die Fragestellung eingebaut.

Zunächst: bei neuen kulturtechnologischen Entwicklungen ist die Frage “Wer braucht das?” interessanterweise keine, die man stellen muss. Denn in aller Regel ist allein schon die Tatsache, dass man davon erfährt, ein Beweis, dass ausreichend viele Menschen diese Erfindung benutzen und auch noch darüber sprechen. Von den Dingen, die wirklich niemand braucht (auch die gibt es, keine Frage), erfährt man gar nicht erst. Sie interessieren keinen und werden deshalb auch nicht weitererzählt.

Twitter. Twitter ist der Vorbote des Real Time Webs, also Echtzeit-Netz, das in meinen Augen einen ähnlichen Impact haben wird wie das Social Web (und daran direkt angrenzt). Twitter gibt dir das Gefühl, live dabei zu sein bei dem, was im Netz passiert. Und da das Netz und die Kohlenstoffwelt immer stärker miteinander verschmelzen, hast du schnell das Gefühl (nur das Gefühl übrigens, stimmt in echt gar nicht, aber egal), überall auf der Welt, wo etwas passiert, einen privaten Sonderkorrespondenten zu haben. Einen Augenzeugen vor Ort.

Gleichzeitig ist Twitter eine Empfehlungsmaschine. Für alles. Die zehn interessantesten Links der letzten Wochen habe ich über Twitter bekommen, weil Twitter mir Interessantes präsentiert, ohne dass ich danach gesucht hätte. Dieses Prinzip, Serendipity genannt, ist einer der wichtigsten Treiber des Internet, nebenbei gesagt, und genau dafür ist Microblogging perfekt geeignet. Du stehst vor einem Strom aus tausenden Nachrichten, 90% sind egal, 9% sozial interessant und 1% sind für dich von wie auch immer gearteten inhaltlichem Wert.

Privat erfüllt Twitter das Bedürfnis nach Microkommunikation. Da ist es nicht anders als andere Kommunikation. Wenn du dich in deiner Frage lustig machst darüber, dass Menschen über versalzenes Essen sprechen – willkommen im Leben. Genau über soetwas reden Menschen den ganzen Tag. Manche sogar ausschließlich. Hör’ dir mal an, was in den Haushalten gesprochen wird, in den Geschäften, auf der Strasse, in den Kneipen. Kurz: Kommunikation, die so wirkt, als sei sie irrelevanter Quatsch – ist allgegenwärtig. Auf Twitter wie in der Kohlenstoffwelt. Das ist also kein Kriterium, Twitter abzulehnen, sondern höchstens ein Kriterium, um Menschen abzulehnen. Es handelt sich bei dieser Quatschkommunikation vermutlich um eine Mischung aus sozialer Interaktion und gegenseitiger Bestätigung, aber das führt etwas vom Weg weg.

Schließlich möchte ich dir ans Herz legen, nicht nur mit Twitter, sondern mit allen möglichen Entwicklungen unvoreingenommener umzugehen. Selbst auszuprobieren, auch die Untiefen mitzunehmen, dich sachkundig zu machen, selbst nachzuforschen. Dann kann man es immer noch ablehnen, es gibt ja keine Twitterpflicht. Aber so verächtlich, wie du gerade von Twitter gesprochen hast, reden andere von Facebook, dritte vom Internet, vierte vom Fernsehen und noch ganz andere von der westlichen Zivilisation. Ein Ablehnungsmuster also, das fast unabhängig ist vom Inhalt. Und schon deshalb hinterfragt gehört. Man möchte sich ja nicht von Mustern leiten lassen im Leben, ausser man arbeitet in der Modeindustrie.

Danke Julia.
Danke Sascha.
Danke Facebook.
Danke Social Media.

 
 

Vergleich der Nutzer-Interaktionen in StudiVZ, MeinVZ & SchülerVZ vs. Facebook

 

Die VZ-Gruppe hatte vor kurzem eine Pressemeldung mit den aktuellen Statistiken ihrer sozialen Netzwerke StudiVZ, MeinVZ sowie SchülerVZ herausgegeben.

Angesichts der veröffentlichten Zahlen leitete VZ-CEO Markus Berger-de León eine hohe Zufriedenheit der VZ-Nutzer ab.
Da zumindest in meinem Bekanntenkreis der Nutzungsgrad dramatisch zurückgegangen ist und ich somit eigentlich keinen Grund mehr habe, mich dort einzuloggen, frage ich mich, ob das nur mein subjektiver Eindruck ist. Schließlich sind die VZ-Nutzer doch hochzufrieden ;-)

Da die VZ-Gruppe sich in der Pressemitteilung neben der Nutzerzahl von 16 Millionen auch mit der Anzahl der regelmäßigen Interaktionen brüstet, wollte ich die Statistiken sehr gern mit dem sozialen Netzwerk vergleichen, in dem meiner Ansicht nach einiges mehr los ist. Und das nicht nur in Form von Gruppen mit Titeln à la “Ich glühe härter vor als du Party machst”.

Facebook

Die aktuellen Statistiken zur Nutzung von Facebook sind auf der Website des sozialen Netzwerks zu finden, jedoch erfassen diese die weltweite Nutzung.
Statistiken nach Ländern bietet zum Beispiel Facebakers.com, diese beinhalten jedoch nicht die Anzahl der Interaktionen.

Der Vergleich der Statisken der VZ-Gruppe und Facebook unter deutschen Nutzern ist demnach leider nur sehr schwierig möglich. Zumindest habe ich immernoch keine Zahlen zur Interaktion deutscher Nutzer auf Facebook finden können.

Deshalb schmeiße ich einfach mal die internationalen Facebook Nutzungsstatistiken in die Runde und stelle diejenigen Zahlen  nebeneinander, welche sich  mehr oder weniger mit den VZ-Zahlen aus der aktuellen Pressemitteilung vergleichen lassen.

Statistiken der Nutzung: VZ-Gruppe vs. Facebook

VZ-Gruppe Facebook weltweit
16 Millonen Nutzer 350 Millionen Nutzer
1,4 Millionen Statusmeldungen täglich 55 millionen Status-Updates täglich
2 Millionen hochgeladene Fotos täglich 2,5 Milliarden hochgeladene Fotos jeden Monat
Über 40% besuchen ihr VZ-Netzwerk mehrmals täglich. 50% der aktiven Nutzer loggen sich jeden Tag ein.

Let’s do the Maths

  • Status-Updates: Rechnet man die Anzahl der Status-Updates auf die durchschnittlichen Updates pro Monat hoch, so sind es monatlich 2 bis 3 Status-Updates pro Nutzer in den VZ-Netzwerken, während es Facebook auf 4 bis 5 Updates pro Nutzer im Monat bringt. Diese Zahlen sind für mich sehr überraschend, da sie völlig meiner subjektiven Wahrnehmung widersprechen. Wenn mit Status-Updates in den VZ-Netzwerken der Buschfunk gemeint ist, so ist dort zumindest in meinem persönlichen Netzwerk um einiges weniger los als auf Facebook (Vielen Dank an Roy Heidemann für das Aufdecken des jetzt korrigierten Rechenfehlers).
  • Fotos: Rechnet man diese auf Nutzer pro Monat hoch, so laden VZ-Nutzer durchschnittlich 3-4 Fotos pro Monat hoch, während Facebook-Nutzer ca. 7 Fotos monatlich im Schnitt hochladen. Hochgeladene Fotos sagen sicherlich nicht viel über die eigentliche Interaktion in sozialen Netzwerken aus, vor allem wenn man in Betracht zieht, dass es darauf spezialisierte Plattformen wie Flickr oder Picassa gibt.
  • Logins: Die beiden Statistiken von 40% bzw. 50% lassen sich eventuell nicht wirklich vergleichen, da bei den VZ-Netzwerken von mehrmaligen Logins pro Tag die Rede ist, während Facebook diejenigen aktiven Nutzer in ihrer Statistik führt, welche sich jeden Tag einloggen.

Nutzung in Zahlen: VZ-Gruppe vs. Facebook – ein kurzes Fazit

Wie bereits angedeutet ist meine subjektive Einschätzung, dass im StudiVZ die Interaktion langsam aber sicher einschläft. Wie es mit meinVZ und SchuelerVZ aussieht, kann ich nicht beurteilen. Auf Facebook hingegen sind zumindest die Leute in meinem Netzwerk weitaus aktiver.

Die verglichenen Zahlen der sozialen Netzwerke sind überraschend ähnlich. Jedoch habe ich hier sicherlich auch ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen, so dass ich immernoch auf besser vergleichbare Zahlen zur Interaktionshäufigkeit hoffe. Wichtig zu erwähnen ist sicherlich noch, dass die weltweiten Facebook Nutzungsstatistiken natürlich alle Länder mit einbeziehen und deren Nutzung sehr landesspezifisch ist.

P.S.: Vielen Dank an Joerg Reschke, dessen Präsentation Zahlen und Fakten: soziale Medien und Online-Spenden mich unter anderem zu diesem Post inspiriert hat.

 
 

Potentiell viraler Spot ‘Run 4 it’ der Otto Group

 

Heute ist nach dem Fliegenden Vorstellungsgespräch der zweite potentiell virale Spot der Otto Group mit dem Titel Run 4 it ins weltweite Netz eingeschleust worden.
Ich schreibe bewusst potentiell, da ein Clip ja erst einmal gewisse Kriterien erfüllen muss, um sich das Prädikat viral zu verdienen und nicht in der Versenkung zu verschwinden.

Welche das sind, hat Marketing-Guru Seth Godin sehr schön in einem seiner zahlreichen brillianten Blog Posts erläutert. Darin grenzt er virales- und Word-of-Mouth-Marketing voneinander ab:

Word of mouth is a decaying function. A marketer does something and a consumer tells five or ten friends. And that’s it. It amplifies the marketing action and then fades, usually quickly. A lousy flight on United Airlines is word of mouth. A great meal at Momofuku is word of mouth.

Viral marketing is a compounding function. A marketer does something and then a consumer tells five or ten people. Then then they tell five or ten people. And it repeats. And grows and grows. Like a virus spreading through a population. The marketer doesn’t have to actually do anything else. (They can help by making it easier for the word to spread, but in the classic examples, the marketer is out of the loop.) The Mona Lisa is an ideavirus.

This distinction is vital.

For one thing, it means that constant harassment of the population doesn’t increase the chances of something becoming viral. It means that most organizations should realize that they have a better chance with word of mouth (more likely to occur, more manageable, more flexible) and focus on that. And it means, most of all, that viral marketing is like winning the lottery [...]

In a Sendung mit der Maus Nutshell: Damit dieser Spot viral wird, sollte er euch erst einmal so sehr gefallen (wie mir), dass ihr ihn an eure Freunde, Bekannte, Followers, Fans, Familienmitglieder, usw weiterleitet. Oder einen Blog Post schreibt. So wie ich hier. Dann wird er viral. Also, los gehts! ;-)

 
 

Zwei potentielle Twitter Features um den Noise zu reduzieren

 

Man kann Twitter zu vielerlei Zwecken nutzen. Einige nutzen es ganz “klassisch”, um mit ihren Freunden in Kontakt zu bleiben, indem sie ihnen mitteilen, was sie gerade so machen. Andere nutzen es für Marketing-Zwecke, wiederum andere weil sie witzig sein wollen oder gar poetisch.

Da ich Twitter primär als Informationsquelle nutze sowie als Plattform, auf der ich (hoffentlich) interessante Informationen teile, fände ich es klasse, wenn Twitter ein paar klitzekleine Features entwickeln würde, die den Noise reduzieren, welcher in den Timelines dieser Welt so herumgeistert.

Wenn ich gezielt nach Informationen suche, folge ich Twitter-Nutzern primär aufgrund der Themen, über die sie schreiben bzw. welche sie interessieren. Folglich möchte ich nicht unbedingt wissen, was der Typ, der über Enterprise 2.0 twittert, gerade für eine neue Frisur hat. Es sei denn die Frisur wäre eine Bild-Schlagzeile wert oder ich kenne den Typen halt im “echten Leben”.

Genauso geht es sicherlich vielen meiner Followers, wenn es um einige meiner Tweets geht.

Zwei Ideen für Twitter-Features, die diesen und anderen Noise reduzieren könnten, wären folgende:

Tweets in einer für meine Follower unverständlichen Sprache eliminieren

Deutsche Tweets mögen interessant oder hilfreich für meine deutschsprachigen Twitter Followers sein, ergeben jedoch keinerlei Sinn für diejenigen, die unserer komplizierten Sprache nicht mächtig sind. Statt diese also zu zwingen Deutsch zu lernen, hatte ich schon seit längerem die Idee, dass es doch klasse wäre, wenn Twitter Sprachen-Hashtags einführen würde.

Das könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

#de Moin, dieser Tweet ist deutschsprachig und wieso sollten Leute ihn lesen, wenn sie kein Deutsch können?!

Das #de-hashtag würde in diesem Falle für einen deutschsprachigen Tweet stehen. Twitter müsste nun nur noch die Option bieten in den Settings diejenigen Sprachen auszuwählen, derer man mächtig ist. So würden nur die Tweets in der Timeline angezeigt werden, die mit dem jeweiligen Sprach-Hashtag versehen sind.

Das würde nicht nur den Noise für Twitter-Nutzer reduzieren, welche nicht die Muttersprache der bi- bis multilingualen Twitterer verstehen, denen sie folgen, sondern könnte auch einen zweiten Account überflüssig machen.

So nutzt Nicole Simon beispielsweise einen englischsprachigen Haupt-Account sowie einen deutschsprachigen Twitter-Account. Ich hatte vor kurzem beschlossen, das ebenfalls so zu machen, habe mich nun aber doch entschieden, meinen eigentlichen Twitter-Account SMartens83 mit englischen als auch deutschen Tweets zu befeuern. Das ist für mich natürlich schlichtweg einfacher, erzeugt auf der anderen Seite leider Gottes natürlich ein gewisses Rauschen für diejenigen meiner Followers, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.

Tweets nur an ausgewählte Listen senden

Dass Twitter Listen eingeführt hat, ist klasse. Aber wäre es nicht noch viel besser, wenn ich diejenigen Listen auswählen könnte, welche meine Tweets erreichen soll?

Ein paar Beispiele:

  • Ich habe eine Liste deutschsprachiger Twitter-Nutzer erstellt, welche über Social Media twittern. Wenn ich nun einen deutschsprachigen Link zum Thema Social Media mit meinen Followers teilen möchte, ergibt dieser für meine englischsprachigen Followers natürlich wenig Sinn. Also möchte ich diesen Tweet nur mit meinen deutschsprachigen Followers teilen, welche sich auch für Social Media interessieren!
  • Man hat eine Liste mit engen Freunden erstellt, also echten Freunden, nicht den MySpace Freunden, und möchte ihnen etwas persönliches mitteilen, was nicht für die ganze Timeline bestimmt ist, sondern eben nur für jene engeren Freunde.

Das sind diejenigen Features, die mir spontan einfallen, wenn es darum geht, den Noise für meine Followers zu reduzieren. Abgesehen davon, einfach mal sinnvolle Dinge zu twittern natürlich ;-)

Solltet ihr weitere Ideen haben oder einen Weg gefunden haben, die von mir erwähnten Ideen auch ohne ein neues Twitter-Feature zu realisieren, so teilt mir und der Welt es doch einfach auf Twitter oder hier in den Kommentaren mit.

 
 

VZ-Netzwerke bauen Spitzenposition in Deutschland mit 16 Millionen registrierten Nutzern weiter aus

 

Wie die VZ-Gruppe gestern in einer Pressemitteilung verlauten ließ, haben StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ mit 16 Millionen Nutzern in Deutschland weiterhin die Social-Networking-Nase vorn. Facebook beispielsweise wird in Deutschland von lediglich knapp 6 Millionen Menschen genutzt.

Neben der Reichweite heißt es, dass die VZ-Netzwerke auch bei der Nutzung und Aktivität die Nummer 1 in Deutschland sind und belegen dies mit folgenden Zahlen:

Frequenz der Besuche

  • Über 40 Prozent besuchen ihr VZ-Netzwerk mehrmals täglich
  • 60 Prozent mehrmals wöchentlich
  • Über 80 Prozent mehrmals monatlich

Durchschnittliche Interaktion

  • Täglich 13 Millionen verschickte Nachrichten
  • 2 Millionen hochgeladene Fotos
  • Austausch in über 9 Millionen Gruppen
  • 1,4 Millionen Statusmeldungen

Diese Zahlen drückten laut CEO Markus Berger-de León die hohe Zufriedenheit der VZ-Nutzer aus.

An der Richtigkeit der Zahlen wage ich keinen Zweifel zu hegen, jedoch ist mein subjektiver Eindruck was die tägliche Interaktion angeht, eine völlig andere. Viele meiner Freunde teilen diese Meinung und loggen sich im StudiVZ nicht einmal mehr ein, da “dort ja eh nichts los ist”. Diese subjektive Erfahrung ist wohl nur eine logische Konsequenz daraus, dass in meinem Bekanntenkreis viele Leute in letzter Zeit angefangen haben, Facebook zu nutzen und somit nicht unbedingt Lust haben das StudiVZ auch noch zu pflegen. Gelöscht haben ihren VZ-Account jedoch nur wenige. Auch ich werde das nicht tun, man könnte ja “etwas verpassen”.

Was die Interaktionshäufigkeit angeht, stellt sich mir die Frage, wie diese im Vergleich zu Facebook (de) aussieht, denn, wie bereits angedeutet, ist mein eigener Eindruck, dass im StudiVZ nicht gerade der Bär steppt.

Was ist euer Eindruck (andere Bekanntenkreise, andere Sitten)?

Und: Gibt es Statistiken über die Interaktionshäufigkeit auf Facebook? Ich finde leider nur die Besucherzahlen.

 
 

SchuelerVZ: Was der Buschfunk-Schüler von heute so zwitschert

 

Bis vor zehn Minuten war mir gar nicht bewusst, dass auch Nutzer des SchuelerVZs ihre Buschfunknachrichten via Twitter publik machen können. Viele Schüler scheinen sich folgenden Hinweis dabei jedoch nicht wirklich zu Herzen genommen haben:

Überlegt euch vor dem Abgeben jeder einzelnen Statusmeldung genau, ob diese tatsächlich für immer der ganzen Welt zur Verfügung stehen soll!

Vielleicht sollte PR-Blogger Klaus Eck auch Kinder und Jugendliche beraten, denn die Bandbreite von dem was da an die Öffentlichkeit gelangt, reicht von unfreiwllig komisch über beleidigend bis hin zu vermeintlich kleinkriminellen Absichten.

SchuelerVZ Buschfunk on Twitter – Schmankerl und Bedenkliches

Fangen wir mal an mit dem vermeintlich “Kleinkriminellen”, dem Robin Hood unter den SchuelerVZlern, welcher anscheinend irgendwie an die bevorstehende Bio-Arbeit rangekommen ist und seinen Mitschülern großzügig eine Kopie anbietet:

RealNudeDude nimmt das gute alte “What are you doing” immerhin wörtlich und ergänzt es um ein gekonntes “How does it smell?”:

Interessant ist auch, dass der Buschfunk im SchuelerVZ in hohem Maße für Dialoge genutzt zu werden scheint. Ist doch schön, wenn die Kids sich unterhalten, möge man denken. Was da aber teilweise vom Stapel gelassen wird, ist wirklich sehr bedenklich und kann durchaus als Cyber-Mobbing bezeichnet werden:

Es geht Gott sei Dank allerdings auch harmloser:

Vielen Schülern scheint nicht bewusst zu sein, dass nun auch ihre Lehrer und Eltern mitlesen könn(t)en. Das könnte unter anderem daran liegen, dass einige wohl vergessen haben, dass sie ihren Buschfunk für Twitter freigegeben haben:

Fazit: Sascha Lobo hat Recht, indem er Interneterziehung als Schulfach fordert.

 
 

StudiVZ und MeinVZ neben öffentlichen Politiker- und Edelprofilen bald mit öffentlichen Nutzerprofilen?

 

Wie Malte Landwehr bereits vor fast zwei Jahren prognostiziert hatte, scheinen StudiVZ und MeinVZ jetzt tatsächlich den Schritt zum öffentlichen Profil zu vollziehen, oder zumindest vorzubereiten.
Malte hatte damals suchmaschinenfreundliche URLs innerhalb des StudiVZs bemerkt und daraus geschlussfolgert, dass diese Maßnahme als Vorbereitung zur Indexierung bisher geschlossener Bereiche der Social Networking Site dienen sollte.

Führen Sie öffentliche Profile ein, die von Suchmaschinen gefunden werden können?

“Nein, auf keinen Fall.” – hatte VZ-CEO Marcus Riecke vor gut zwei Jahren auf diese Frage in einem FAZ Interview noch geantwortet.

In diesen zwei Jahren ist jedoch viel passiert. Die VZ-Gemeinden stehen mit dem Rücken zur Wand, während ihre Besucherzahlen stagnieren, haben Facebook und wer-kennt-wen.de mittlerweile viele neue Nutzer für sich gewinnen können, was folgender Google-Trends Grafik der letzten 12 Monate (Unique daily Visitors) zu entnehmen ist:

Google Trends Vergleich innerhalb der letzten 12 Monate

Um zumindest den Traffic zu erhöhen, ist es naheliegend, Profile den Suchmaschinen zugänglich zu machen.
So sind Politikerprofile bereits auffindbar und öffentlich einsichtbar:

VZ Politerprofil Cem Özdemir

Natürlich muss man sich registrieren, wenn man mehr vom Profil einsehen möchte.
Genauso verhält es sich bei Edelprofilen:

VZ Edelprofil smatch.com

Neben Politiker- und Edelprofilen nun auch Nutzerprofile indexiert

Nun lassen sich neuerdings auch stinknormale VZ-Nutzer über Google finden:

VZ Profil Stefan Martens

Bis auf die Info, wie häufig es den gesuchten Namen im VZ gibt und welche Namen sonst noch häufig auftauchen, gibt es hier jedoch bisher nicht viel zu sehen. Bisher, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es bei dieser Übergangslösung bleiben wird, da diese in jener rudimentären Form kaum sinnvoll ist.

Noch weniger Sinn ergibt die Aufzählung der häufigsten Namen, welche weiter unten auf der Übersichtsseite zu sehen ist:
namen

Also, mal schauen wann die nächste AGB-Änderung kommt und die nächsten VZ-Nutzer zu Facebook überlaufen ;-)