Reinfallsreiches Fälschen von Amazon Rezensionen

 

Dass Firmen als auch Privatpersonen bzw. Autoren Rezensionen fälschen und Meinungen zu Produkten und Dienstleistungen erfunden und beeinflusst werden, ist nichts Neues.

Wie plump dabei aber teilweise vorgegangen wird, habe ich durch Zufall gerade anhand einer kopierten Rezension aus dem Jahre 2004 erfahren dürfen, die ich damals zu Nick Hornby’s Fever Pitch geschrieben hatte. Im Original lautete sie:

[...] The book is not just about the author (who’s the protagonist) going to football matches, coming home and getting depressed, sad or what so ever.

It’s more than that – it’s about growing up (gaining independence, leaving school and going to college, falling in love, etc.),
whether watching football is a sensible way to spend one’s time and how people are affected by it,
about human relationships, family(especially the relationship towards one’s parents),
class(football isn’t just a working class kind of thing indeed!), despair, joy and last but not least identity which I consider
as a very interesting part of the book because it examines the different attitudes, habits, accents, backgrounds, origins, etc.
of the people (in this case: football fans ;) ) in Great Britain AND the whole world.

Additionally, I could identify myself with the author in several situations which often made me laugh but sometimes also set me thinking.

Nun hat der Nutzer MartinFrancs 2006 folgende Rezension zum gleichen Werk verfasst:

The book is not just about the author (who’s the protagonist) going to football matches, coming home and getting depressed, sad or what so ever. 

It’s more than that – it’s about growing up (gaining independence, leaving school and going to college, falling in love, etc.), 
whether watching football is a sensible way to spend one’s time and how people are affected by it, 
about human relationships, family(especially the relationship towards one’s parents), 
class(football isn’t just a working class kind of thing indeed!), despair, joy and last but not least identity which I consider 
as a very interesting part of the book because it examines the different attitudes, habits, accents, backgrounds, origins, etc. 
of the people (in this case: football fans ;) ) in Great Britain AND the whole world. 

Additionally, I could identify myself with the author in several situations which often made me laugh but sometimes also set me thinking. 

I can definitely recommend the book whether you’re a football fan or not! Also recommend-’The Quest’ by George Kostantinos, another bestselling masterpiece! 

Kurz gesagt hat er alles übernommen und zusätzlich das Buch von Herrn Konstantinos empfohlen.

Wenn man sich nun die Rezensionen des hochgelobten Werkes einmal anschaut, stößt man auf 17 Fünf-Sterne Bewertungen sowie vier 1-Stern Bewertungen, dazwischen gähnende Rezensionsleere.

Die aussagekräftigste Ein-Stern Rezension trägt den Titel “Wenn der Author selbst die positiven Kritiken schreibt…”, in welcher der Autor unter anderem sehr schön feststellt: “Ich würde mich lieber von einer Ente langsam zu Tode picken lassen, als dieses Buch noch einmal in die Hand zu nehmen.”

Der fälschende Autor pickt sich also einerseits beliebige Bücher heraus, schreibt bzw. kopiert dabei eine Rezension und weist auf sein Buch “The Quest” hin. Andererseits hat er 17 Fünf-Sterne Rezensionen zu “The Quest” geschrieben bzw. schreiben lassen.

Dieses Phänomen am konkreten Fall des Autors wird sehr ausgiebig im Rolling Stone Forum diskutiert und lässt trotzdem die Frage offen, was man dagegen unternehmen könnte. Der besagte Autor hat sich nicht einmal die Mühe gegeben, seine Machenschaften zu verheimlichen und trotzdem bietet Amazon einem nicht die Möglichkeit seine Rezensionen als Plagiate oder Fälschungen zu melden.
Man kann lediglich eine Rezension als unakzeptabel anzuzeigen oder stornieren lassen, Amazon würde dann “das Nötige veranlassen”.
Ich bin gespannt, wie lange so etwas dauert und ob es überhaupt geschehen wird.

 
 

Die Google Plus 50 von Chris Brogan in deutscher Sprache

 

Chris Brogan, seines Zeichens renommierter Berater, Speaker und Blogger, hat sich mit Google+ auseinandergesetzt, um schließlich 50 Punkte festzuhalten, über die man sich Gedanken machen sollte.

Wenn ich mir schon ein solch umfangreiches Statement zu Google+ durchlese, dachte ich mir, übersetze ich es doch gleich einmal ins Deutsche und hoffe, dass der ein oder andere Punkt zur Diskussion anregen wird.

1. Google+ ist so konzipiert, dass es einen von Facebook, Twitter oder gar beiden weglocken könnte.

2. Falls Google+ einem wie FrienFeed vorkommt und man Sorge hat, es könnte ebenso verheizt werden, sollte man bedenken, dass Newt Gingrich schon dabei ist.

3. Mit einem G+ Account hat man unbegrenzten Speicherplatz für Fotos bei Picasa (Bedroung für Flickr und Facebook Fotos?!)

4. Mit “Circles” kann man die Privatssphäre in einer übersichtlichen und nachvollziehbaren Art und Weise kontrollieren.

5. Der “about” Bereich ist reichhaltig, robust, erlaubt Links, Fotos, QR Codes und mehr. Marketing-Menschen werden sich freuen.

6. Sobald Google+ beginnt den Page Rank zu beeinflussen, kommen SEO und SEM ins Spiel.

7. When Google Music genauso nahtlos wie YouTube integriert wird, wird Google+ sofort eine ausgereifte Entertainment Medienplattform sein.

8. Die Anroid Integration für Google+ ist bereits klasse. Sollte Google+ sehr gut laufen, könnte dies die Wahl von mobilen Betriebssystemen beeinflussen (sehr spekulativ).

9. Man brauch kein quora wenn man spezifische Fragen in G+ stellen und diese in bestimmten Circles, etc. teilen kann.

10. Das Live Video Chat Feature ist eine starke Ergänzung für Kollaborationsszenarien.

“Man sollte sich fragen: ‘Sollte ich vor allen anderen dabei sein? Wenn ich mich ein Jahr lang nicht damit beschäftige, verliere ich an Boden? Wenn es gerade erst gelaunched ist, wieso sollte ich mich überhaupt schon mit Google Plus beschäftigen?’”

11. Eine eigenständie Google+ Apps Version plus Google Docs würde eine sehr leistungsstarke Business Collaboration Umgebung darstellen und könnte somit die meisten White Label Social Enterprise Technologien ausstechen.

12. Indem G+ unsere Kommentar-Streams sieht, kann Google bessere Abbilder des Social Graphs entfwerfen und AdSense integrieren.

13. Sollte Google+ die Integration von WordPress-Kommentaren anbieten, würde Chris Brogan (Autor der 50 Punkte) dies sofort nutzen.

14. Der lahme +1 Button von vor ein paar Monaten ist nun etwas ziemlich wertvolles geworden, wenn G+ gut läuft.

15. Man weist immer wieder darauf hin, das Facebook 600 Millionen User hat und argumentiert, dass die Leute dort bleiben werden. Wenn man sich jedoch an AOL erinnert, ist das nur eines von vielen Beispielen dafür, dass Leute durchaus abwandern.

16. Es tummeln sich unglaublich viele große Namen auf Google+, um es auszuprobieren. Das mag daran liegen, dass auf G+ alles so sichtbar ist, aber Leute wie Michael Dell und Marc Zuckerberg auf der Plattform zu haben hat, schon was.

17. G+ sorgt dafür, dass GMail mehr genutzt wird. Der Autor hatte z.B. 15 Non-spam Nachrichten in 2 Tagen bekommen, davor 2 Jahre lang überhaupt keine.

18. Wenn Google Calendar integriert wird und es in Richtung tungle geht, könnte der soziale Kalender ziemlich interessant werden.

19. Google Buzz, dass für die meisten im Nirvana gelandet zu sein scheint, sieht nun nach einem netten Sharing Stream im G+ Profile aus, vor allem wenn man viel per Google Reader teilt.

20. Die Anzeige der Bilder in Google+ ist umwerfend und trägt seinen Beitrag dazu bei, G+ zu einer erstaunlichen Medien-Plattform zu machen. Sobald G+ Firmen-Profile zur Verfügung stellt, wird Google+ ein noch größeres Thema sein.

“Könnten Googles Anstrengungen ein Betriebssystem zu entwerfen und der eindrucksvolle Wachstum im Mobile-Markt dazu führen, schnell an Twitter oder Facebook vorbei zu ziehen? Wohl nicht, aber Google ist reich genug, um lange dabei zu sein. Und wenn man an all die zahlreichen Integrationen denkt, sollte man Google nicht aus den Augen lassen.”

21. Durch Google’s Chrome Betriebssystem sowie der starken Verbreitung von Android, ist Google+ nun eine ziemlich starke, integrierter Service für Kommunikation, Media und Sharing auf mehreren, systemeigenen Plattformen. Außerdem wird G+ von Browsern anderer Systeme unterstützt.

22. Man kann Google Translate für Hangouts (Live Multi-User Video Chats) nutzen, um mehrsprachige Kommunikation zu erleichtern. Weder Skype noch Facetime sind dazu momentan in der Lage.

23. Google+ ist perfekt für Social Customer Service konfiguriert. Sie müssten nur Suchmöglichkeiten integrierten, ähnlich wie search.twitter.com es tut.

24. Es wäre kein großer Aufwand Google Voice und somit SMS zu integrieren. GTalk unterstützt außerdem bereits Voice und 1-to-1-Video.

25. Der Autor glaub nicht, dass es sinnvoll wäre, Blogger zu integrieren, da WordPress weitaus besser da steht.

26. G+ wird Bloggen nicht ersetzen, könnte aber ähnlich zu einer sinkenden Blogging-Aktivität beitragen, wie Facebook und Twitter es getan haben. G+ macht es halt sehr einfach zu sehen, wie man die selben Dinge in G+ tun kann und dabei eventuell mehr an Fahrt gewinnt.

27. (Man sollte sich von Nr. 26 nicht verbiegen lassen. Der eigene Blog ist das eigene Heim, während das Bloggen auf einer andere Plattform eher dem Mieten eines Hotelzimmers gleicht, wo man die eigenen Bilder aufhängt und denkt, es würde einem selbst gehören).

28. Twitter vermittelt ein saubereres Newsroom-Gefühl, aber G+ bietet weitaus mehr Möglichkeiten eine Story zu vermitteln und zu verbreiten. Ein News Circle in G+ würde sich so reichhaltig anfühlen wie auf flipboard

29. G+ auf einem Android Tablet ist verdammt gut.

30. Die Integration von Werbung erscheint bisher simpel und offensichtlich. Integration von e-Commerce ist anscheinend auch nicht so schwierig.

“Wird der Mainstream Google+ genauso aufnehmen wie einst Twitter? Bedeuten die unschönen Google+ Account URLs, dass man sie nicht so einfach verständlich in Radio und Fernsehen teilen kann, wie es bei Twitter der Fall ist?”

31. Wenn man seinen Aufenthaltsort mittels Handy preisgibt, erstellt G+ “nearby” Circles und ermöglicht somit lokalbasierte soziale Netzwerke.

32. Sollte G+ etwas besonderes mit QR vorhaben und stärker auf das Senden ortsbasierter Medien setzen, entstünde hier eine wichtige Marketing-Möglichkeit.

33. G+ könnte theoreitsch sehr interessante Möglichkeiten des Multi-Format Publishing (Mehrformatherausgabe) bieten: Mixt man Audio, Video, Foto, Text, Link und Location-Informationen in einem “Package” oder einem “Project”, hat man eine leistungsstarke digitale Veröffentlichungs-Plattform.

34. Wie lange wird es wohl dauern, bis wir den ersten Hangout Live Music Jam erleben? Dann würden nur noch ein Aufnahme-Button und eine Kasse fehlen, um Micro-Content verkaufen zu können.

35. Wäre Google Places in Google+ integriert und man würde die mobile/nearby Funktion nutzen, könnten interessante Daten für Marketer oder Forscher entstehen.

36. Die Bedeutung des technischen Nutzens von Google+ für gemeinnützige Organisationen könnte sehr interessant sein, vor allem wenn man sich eine Art Google Pages für Google+ vorstellt.

37. Wenn man Google Präsentationen seinem Stream hinzufügen kann, kann man Business Informationen auf sehr praktische Weise innerhalb des Systems teilen.

38. Es sollte die Möglichkeit geben eine seinem Profil eine Notiz hinzuzufügen, um eine Art “Daily Status” festzulegen oder besondere Status Updates hervorzugeben.

39. Wenn Google+ Off-Site Sharing und/oder Bookmarking und einen eigenen URL-Shortener mit Statistiken integriert.

40. Es gibt keine Funktion für private Nachrichten, dafür gibt es auf jeder Profilseite die Möglichkeit, eine E-Mail  zu senden. Das ist einerseits umständlich und widerstrebt andererseits Googles Motivation alles zu veröffentlichen im Gegensatz zu Facebook und Twitter, wo man zwar auch nur glaubt, Privatssphäre zu haben, es einem aber zumindest vermittelt wird.

“Ruft man sich kurz ins Gedächtnis, dass Googles größte Einnahmequelle das Anbieten von zielgerichteter Werbung ist, was tut die Google+ Plattform dann, um Googles Daten-Set zu erweitern? Ein Kleiner Tipp: Jede Menge!”

41. Der Spark-Bereich überzeugt noch nicht wirklich. Fügt man jedoch vom Nutzer erzeugte Inhalte hinzu und lässt den Nutzer zum “Kurator” dieses Bereichs werden, sieht das ganze schon ganz anders aus.

42. Google sollte alltop kaufen und Spark damit ersetzen.

43. Könnten Nutzer sich selbst zu öffentlichen oder privaten Circles hinzufügen, wäre Google+ das ultimative Tool zur Online Event-Registrierung.

44. Hashtags funktionieren nicht wie bei Twitter. Was man bräuchte wären Tools, um eine eigene FOlksonomy aufzubauen. Wenn Google diese implementieren würde, stünden ihnen noch interessantere Social Graphs zur Verfügung.

45. Ford hat sich Google+ bereits sehr genau angeschaut. Ortsbasierte Daten plus Paces plus die Daten der Nutzer und ihrer Freunde sorgen für ein hochwertiges Marketing-Profil und einige wirklich hilfreiche Tools.

46. Google+ wäre die ideale Umgebung für moralisch sauberes Affiliate-Marketing. Vorausgesetzt ein Konzept von Objekten bzw. Dingen würde existieren. Man könnte z.B. schreiben “Mein neues !HTC Legend! ist der Knaller”, wobei !HTC Legend! ein Link wäre, der ein paar Cent generiert, sobald jemand ein solches Gerät aufgrund meiner Empfehlung kauft.

47. Es gab sehr früh bereits Sorgen, dass Marketing-Menschen all die positiven Aspekte ruinieren könnten. Diese Sorgen sind berechtigt. Schließlich handelt es sich um eine neue Plattform, auf der es zu experimentieren gilt, was auch geschehen wird. Der Autor ist trotzdem optimistisch.

48. Kleinere Unternehmen würden von einer Integration von Places, Pages und Google+ profitieren. SOcial Customer Service wäre ein leichtes.

49. Sobald man einige RSS-Feeds von gespeicherten Suchen direkt in Google+ einfließen lassen kann, könnte man mit Google+ einerseits Medien passiv konsumieren, andererseits aber auch aktiv selbst gestalten.

50. Die Idee der “Trending Topics” wäre exponentiell wertvoller innerhalb von Google+, je nach dem wie die Algorithmen darüber denken.

 
 

Chatroulette räumt auf und kündigt neue Features an

 

Vor knapp einer Woche kündigte der 17-jährige CEO des Video-Chat Dienstes Andrey Ternovskiy an, gegen anstößiges Verhalten auf der Plattform vorzugehen.
So wurden bereits tausende IP-Adressen, Log-Files sowie Screenshots sichergestellt, Ermittlungen stehen vor der Einleitung.

Nachdem Chatroulette mit der Zeit zum Tummelplatz für Freaks vornehmlich männlichen Geschlechts mit Hang zum Exhibitionismus verkommen war, geht man also nun endlich dagegen vor.

Chatroulette mit Ankündigung neuer Features

Neben dem Säuberungsversuch der Plattform wurden auch neue Features angekündigt, welche den Service verfeinern sollen. Filtermechanismen, welche sich
Microsoft Forscherin Danah Boyd bereits nach dem ersten Testen von Chatroulette gewünscht hatte, sollen nun, zumindest teilweise, implementiert werden.

So soll das Chattroulette-Angebot um Local Matching Algorithms sowie Channels erweitert werden. Ersteres wird wohl ermöglichen, dass man nur Video-Chat Partner aus vorher selektierten Gegenden vermittelt bekommt. Channels hingegen werden, denke ich, nach bestimmten Themen kategorisiert sein, so dass man mit Gleichgesinnten sprechen kann.

Somit geht ein wenig der Reiz des Zufalls verloren, jedoch denke ich, dass im Schnitt weitaus sinnvollere Gespräche zustande kommen werden. Möchte man beispielsweise eine Sprache pflegen oder mit Menschen aus ggf. anderen Nationen über ein gemeinsames Hobby reden, so sollte dem in Zukunft auf Chatroulette nichts mehr im Wege stehen.

Es sei denn die Plattform hat bereits soviel an Ansehen verspielt, dass man über Selbstgespräche nicht hinauskommt.

 
 

Britischer Premierminister David Cameron im Gespräch mit Facebook CEO Mark Zuckerberg

 

Vorgestern postete das Büro des britischen Premierministers David Cameron eine Videokonferenz mit Facebook CEO Mark Zuckerberg auf YouTube.

Die beiden diskutierten eine Initiative, welche Bürgern die Möglichkeit geben soll, mit Hilfe des sozialen Netzwerks Facebook Ideen einzubringen, um das massive Haushaltsdefizit zu reduzieren.

Diese Art von Offenheit im Umgang mit dem Medium Social Media vermisse ich ein wenig in der deutschen Politiklandschaft. Gefühlt passiert hier nur etwas online, wenn Wahlen anstehen.
Oder es handelt sich lediglich um One-Way Kommunikation wie etwa bei Frau Merkels Podcast.
Hier und da gibt es sicherlich ein paar Blogs, aber ich wüsste nicht, dass Bürger hier tatsächlich großartig zur Partizipation angeregt werden.

 
 

VZ-Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ gestalten Buschfunk und persönliche Startseite neu

 

Zum Wochenbeginn wurde die Startseite der VZ-Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ einem Facelift unterzogen.
Auf der “grafisch klarer gestalteten Startseite” erhalte man nun einen “Überblick über Statusmeldungen (Funksprüche), neu geschlossene Freundschaften, Applikationen und Fotos ihrer Freunde.”

Außerdem wurde der Buschfunk, in Facebook-Kreisen auch Status genannt, um einige Features erweitert. So zeigt dieser Stream nun neben Statusmeldungen bzw. Funksprüchen neu geschlossene Freundschaften, Applikationen und Fotos von Freunden. Im nächsten Release sollen Meldungen zu Gruppenmitgliedschaften, Pinnwandeinträgen, Profiländerungen und Foto-Verlinkungen folgen.

Auch ist es nun endlich möglich, Statusmeldungen zu kommentieren, wie man es von Facebook kennt.

Folgender Screenshot zeigt die neue Startseite sowie den Buschfunk:

Wie der Kommentar des StudiVZ Nutzers schon andeutet: Man hat mal wieder kräftig bei Facebook abgeguckt. Mittlerweile würde ich das der VZ-Gruppe jedoch nicht einmal mehr vorwerfen. Es handelt sich schlichtweg um Best Practice Features, die ein soziales Netzwerk zur Verfügung stellen sollte, um die Interaktion der Mitglieder anzuregen.

Die VZ-Gruppe hebt weiterhin die Privatsphäre-Einstellungen hervor. Hier könne man “Funksprüche und jede Meldung einzeln wählen, ob die jeweilige Nachricht allen Freunden, nur ausgewählten Freunden oder keinem angezeigt werden soll. Im Gegenzug entscheiden die VZ-Mitglieder, welche Informationen sie von ihren Freunden erhalten möchten.”

Das ganze sieht dann so aus:

Die VZ-Netzwerke würden mit diesem “neuen Key-Feature [...] den Prinzipien des Datenschutzes und der Usability gerecht.”

Ich persönlich finde die Startseite überladen und übertrieben, dieses Standardfeature heutiger Social Networks als “Key-Feature” zu bezeichnen. Was mich aber nicht stören soll. Denn eingeloggt habe ich mich nur, um die Screenshots zu machen und dann schnell wieder zurück zu Facebook zu hüpfen.

 
 

Meine Meinung interessiert niemanden, mein Blog interessiert niemanden, meine Links interessieren niemanden

 

Heute Mittag nutzte ich nach langer Zeit wieder einmal den E-Mail Verteiler der Fachschaft IPlus an der Uni Hildesheim, um meiner Meinung nach etwas Sinnvolles mit anderen Studierenden und Lehrenden zu teilen.

Da erreichte mich eine E-Mail eines gewissen julesperfect@yahoo.com mit folgendem, sehr übersichtlich gehaltenem Inhalt:

“Bitte hör auf, andauernd den iplus Verteiler zuzuspammen. Deine Meinung interessiert niemanden, dein Blog interessiert niemanden, deine Links interessieren niemanden.”

Immerhin hat er “Bitte” geschrieben.

Ich hatte einem Freund von mir einen Gefallen tun wollen, der selbst eine durchaus lange Zeit an der Universität Hildesheim verbracht hat und 2005 ironischerweise Oberbürgermeister dieser Stadt werden wollte.

Christian Friedrich macht Internet-Fernsehen und ist meiner Meinung nach jemand, der Aufmerksamkeit verdient hat, da ich seine Sendungen sehr gelungen und vor allem witzig finde.

Folgendes Video hatte ich teilen wollen:

Ich habe in letzter Zeit sehr viele nette, kluge, dumme, tolerante, ignorante, gelbe, grüne, große und kleine Menschen kennengelernt.

Jules Perfect ist leider einer von zahllosen Leuten, dem ich rein temporär den Stempel “Ignorant” aufdrücke.
Den kann er sich gerne abwaschen. Ich bitte Mr. Perfect also einfach, das Gespräch zu suchen, statt sich Meinungen herauszunehmen über Dinge, von denen er offensichtlich keine Ahnung hat.

Da ich heute sowieso bloggen wollte, ist nun dieser Post entstanden. Viel zu viel überflüssige negative Energie, aber die knapp 20 Minuten waren es mir dann doch wert.

 
 

Greenpeace Pressesprecher Jan Haase über die Twitterwall Aktion für und gegen Nestlé

 

Greenpeace Pressesprecher Jan Haase wurde auf der re-campaign von SMartens zur Twitterwall-Aktion vor den Konzerntoren Nestlés interviewt.

Auf einer Großbildleinwand bringen Greenpeace-Aktivisten [...] Twittermeldungen von Verbrauchern direkt und live vor die Konzerntore von Nestlé in Frankfurt. Verbraucher können zu Web-Aktivisten werden und aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zum ersten Mal direkt an einer Greenpeace-Aktivität teilnehmen. Zudem haben die Umweltschützer an der Fassade des Konzerns ein 25 mal 15 Meter großes Banner gehängt, auf dem ein Orang Utan mit einem KitKat-Riegel bedroht wird.

Wem dies nichts sagt, dem sei folgendes Video empfohlen:

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Sandra, Ole und Daniel (Ladies First Reihenfolge), ohne die ich vermutlich nicht einmal auf der re-publica bzw. der re-campaign gewesen wäre.

 
 

Das anonyme E-Mail Tagebuch eines vermeintlichen Social Media Experten – Update

 

Ich habe länger überlegt, ob ich das hier posten soll, einige Freunde hatten mir davon (wohl zurecht :) ) abgeraten.

In Zukunft werde ich solche Art von “Müll” einfach “vorbeischwimmen lassen” – ein weiser Rat einer noch weiseren Person., den ich schon viel früher hätte beherzigen sollen.  Deshalb wird das auch der letzte Post dieser Art sein. Im Grunde ist es verschwendete Energie und meine beabsichtigte “Message” dieses Posts hat leider anscheinend eh kaum jemand verstanden (dazu mehr am Ende des Postings).

Da es mir aber auf dem Herzen liegt Da mir und einigen andere Leuten das überall sprießende Social Media Expertentum ziemlich auf die Nerven geht und ich in Zukunft noch einige sehr kritische und diesmal sachliche Artikel zum Thema Social Media in Deutschland posten möchte, im Folgenden der Auszug einer E-Mail “Diskussion” mit einem vermeintlichen “Social Media Experten” eine Zusammenfassung dessen, was mich dazu bewegt hatte, überhaupt darüber nachzudenken, hier private E-Mails in anonymisierter Form öffentlich zu machen.

Das ganze fing an, nachdem mein Kommentar auf dem Blog des #SMEX (ja, ich möchte immernoch ein Twitter Hashtag für die Diskussion über vermeintliche Social Media Expertise etablieren – muss aber nich’ sein) nicht freigeschaltet wurde. Ich gebe zu, meine Wortwahl war ein wenig harsch, ich habe jedoch niemanden persönlich beleidigt oder ähnliches. Ich habe lediglich geschrieben, dass mich gewisse Dinge ankotzen. Letzteres Wort war laut Blog-Autor der Beweggrund den Kommentar nicht zu veröffentlichen.

Und ja: Ich vergreife mich manchmal gerne und bewusst im Ton. Schließlich handelt es sich bei E-Mail um keinen öffentlichen Kanal und wenn ich mich diesem Vokabular bedienen möchte, dann mache ich es halt, wenn es meiner Meinung nach angebracht ist. Blöd wenn man mit dem IRC großgeworden ist und darüberhinaus als heranwachsender Naseweis  die Sprüche aus “White Men Can’t Jump” witzig fand und die dann auch beim Streetball ausprobiert hat.

Wer jetzt denkt: “Oh man, SMartens meint Ahnung von Social Media zu haben und schützt nicht klauseckig seine Online-Reputation, sondern haut Schimpfwörter raus…” – denkt gerne laut hier in den Kommentaren, Diskussion macht klug und leider erkläre ich mich immer ganz gern. Was gar nicht so klug ist, wie ich vor kurzem erfahren habe. Im Spruch “Never excuse, never explain” steckt nämlich eine ganze Menge Wahrheit – danke S. dafür :-)

EDIT: Statt des E-Mail Verkehrs im Folgenden nun die Kernaussagen in a nutshell. Ich möchte denjenigen nicht bloßstellen. Ich habe mich auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber meine Absicht war es nicht, dass die als Social Media Experte ‘getarnte’ Person tatsächlich erkannt wird. Ich hatte den Post etwas voreilig publiziert, da ich es sehr eilig hatte. Und leider fällt der Klick auf ’Publish’ (statt auf ‘Save as Draft’) leichter, als die Print-Presse anzuschmeißen.

Hier nun also der E-Mail Verkehr die Kernaussage des ursprünglich geposteten E-Mail-Verkehrs:

Zwei Kinder streiten sich. Kind1 (ich) wirft Kind2 (er / sie) vor, einen kritischen Kommentar zu einem Blog Post nicht freigeschaltet zu haben, in dem die Phrase “Es kotzt mich an” vorkam. Kind2 nutzt die Phrase als Argument, den Kommentar nicht freizuschalten, da Kind1 sich in der Wortwahl vergriffen hat.

Kind1 entgegnet, dass es nicht sein kann, alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen, da der Blog Post mittlerweile mehr als ein Jahr alt ist und nirgends darauf hingewiesen wird (Science Baby, Science!).

Das einzig neue ist ein Netzwerk von “Social Media Experten”, welche den Post jetzt pusht. Dieses Netzwerk bietet auch Seminare zum Thema Twitter an und nimmt dafür nach Meinung von Kind1 viel zu viel Geld.

Kind2 streitet ab, Geld im Rahmen dieses Netzwerks mit Seminaren zu verdienen, obwohl Kind2 offensichtlich Mitglied dieses Netzwerks ist.

“Hat bisher wohl nicht geklappt. Naja!” denkt sich Kind1.

Kind2 streitet dann aber  irrsinnigerweise auch noch ab, sich je als “Social Media Experte” bezeichnet haben. Kind1 findet das seltsam, da Kind2 diesen aberwitzigen Titel im Xing-Profil und im Blog stehen hat. Letzteres in dritter Person, wie die großen das machen.

Kind1 lässt erneut durchblicken, dass diese ganze Twitter-Beratungs-Geschichte übertrieben ist und er so etwas auch umsonst machen würde. Kind2 erwidert darauf, dass Kind1 das ja gerne machen könnte und wirft Kind2 dabei vor, dass dieses es sich wohl erlauben könnte, da seine Eltern ihn ja finanzieren würden. Kind1 stimmt das nachdenklich, da das völlig fehl am Platze ist, weil Kind1 sich seinen Kindergartenplatz von Tag 1 an selbst finanziert hat. Kind1 und Kind2 gehen von da an in getrennte Sandkästen.

Und wer wissen möchte, wer sonst noch laut über vermeintliche Social Media Experten nachdenkt, sollte sich u.a. mal folgende interessante Posts durchlesen:

Und am Ende des Tages ist dieses ganze Social Media Ding wohl eh nur eine weitere Blase (ne, isses net, bin ich mir sicher, aber ich liebe das Video und den Song):

 
 

Facebook vs. StudiVZ: VZ-Chef Boss Riedl versucht verlorenen Boden zu erklären

 

Erst einmal vielen Dank an André Vatter von basicthinking.de für das Beiwohnen der Cebit-Gesprächsrunde zum Thema “Die Zukunft der sozialen Netzwerke“.

Dass ich, wie viele andere Studis aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis das soziale Netzwerk Facebook gegenüber StudiVZ klar favorisieren, ist kein Geheimnis. Auf diesem Blog habe ich mich bereits in einigen Artikeln mit den sozialen Netzwerken Facebook und StudiVZ auseinandergesetzt.

Bevor ich meine bescheidene Meinung zu den fragwürdigen Aussagen des neuen VZ-Geschäftsführers Clemens Riedls äußere, hier der Kontext hinsichtlich Riedls Aussagen, den Basic Thinking freundlicherweise geliefert hat:

Facebooks jüngster Wachstumsschub rühre einzig daher, dass das Netzwerk mit unfairem Spam um sich schleudere. Nichtmitglieder würden mit falschen Einladungen von Freunden und Bekannten auf Facebook gelockt: “Angeblich soll sogar meine Mutter dort sein! Doch sie ist nicht bei Facebook”, so Riedl. Die US-Plattform sei dabei, ein nach deutschen Maßstäben “illegales Schattennetzwerk” zu etablieren. “Das hat nichts mit Privacy oder Vertrauen zu tun – unter deutschem Datenschutz ist so etwas undenkbar.”

Genau das ist auch das Problem, das Riedl mit Facebook hat: Seiner Meinung nach können die Amerikaner hierzulande ungestört expandieren, weil deutsche Regeln (was Datensicherheit und informelle Selbstbestimmung angeht) sie nicht betreffen. StudiVZ und Co. müssten sich aber an die Vorgaben aus Berlin halten: “Das ist eine klare Benachteiligung unserer Netzwerke.”

Mit dem Vorwurf des “Facebook-Bashings” konfroniert, antwortete Riedl knapp: “Wenn das Bashing ist, dann stehen wir auch dazu!”

Riedl kündigte an, dass der Buschfunk “in den kommenden Wochen” weiter aufgebohrt werden soll, am Ende steht eine neue Funktion mit dem Namen “Deutschland in Echtzeit” – eine Antwort auf die neuen Bedürfnisse im Realtime-Web.

Hier nun meine 7-minütige Meinung zur Thematik:

 
 

Neue Webcam – kurzes Hallo und Cebit-Session Ankündigung

 

Wenn möglich bitte Sound herunterdrehen. Das war meine erste Aufnahme und ich hatte die Einstellungen noch nicht so ganz fein justiert. Die Auflösung ist auch noch nicht optimal. Geht besser mit der Logitech Webcam Pro 9000, wie in einigen YouTube Videos zu sehen.

Übrigens:

Social Media Szene verschenkt noch zwei Social Media Beratungen auf Skype, inkl. relevantem Material – soweit vorhanden ;-)
Einfach einen Kommentar auf der Social Media Szene Facebook Fan Page hinterlassen.

Cheers!