Axolotol Roadkill, Helene Hegemann, Airen (Man), Berlin und das Berghain

 

Autorin Helege Hegemann und ihr Roman Axolotl Roadkill haben seit Erscheinen des Buches für viel Diskussionsstoff gesorgt.

Ich selbst habe den Roman als Hörbuch erworben und mittlerweile zur Hälfte durch.  Bisher teile ich die Meinung von Sandra, welche in der Debatte den Standpunkt vermisst, dass der Inhalt einfach mal zu krass ist. Ich habe etliche (Anti-)Drogen-Bücher und Filme gelesen bzw. gesehen, aber diese Art, in der Hegemann die heutige Jugend darstellt ist so unglaublich krass, wie ich es noch nie gehört habe. Und es ist meiner Meinung nach eine traurige Wahrheit einiger weniger Menschen in dieser Gesellschaft, gerade in Berlin.

Das Berghain und die kranke Berliner Szene der elektronischen Musik

Man wird älter, man macht Erfahrungen und lernt Leute kennen, denen man seine Handy-Nummer lieber nicht gegeben hätte. Ich selbst war auch einmal im Berghain und es war ein unglaubliches Erlebnis. Nicht umsonst wurde das Berghain von der NY Times als bester Club der Welt bezeichnet.

Die härteste Tür Berlins

Gerade wenn man aus einer Kleinstadt wie Stade kommt, zwar schon in Hamburg und London gelebt hat, kennt man dieses Lebens- und Partygefühl nicht, was vom Berghain und ähnlichen Läden ausgeht.
Die beiden Türsteher der “härstesten Tür Berlin” haben mich dieses Jahr nicht hereingelassen. Warum auch immer.

Der von oben bis unten mit Tattoos und Piercings übersäte Türsteher und Fotograf Sven Marquardt wollte meinen Kumpel sowie mich halt einfach nicht drin haben. Passte aus seiner Sichtweise halt nicht. Und eben diese Einstellung der Türsteher dort sorgt für eine ziemlich ausgelassene wie friedliche Atmosphäre im Club selbst.
Als ich letztes Jahr reingelassen wurde, hatten mich an dem Abend bzw. an dem Morgen 2 Leute angesprochen, ob ich was “dabei hätte”. Ich habe das freundlich verneint und mich weiter irgendwie zur Musik bewegt. Stress hat niemand gemacht.
Man sollte sich, glaube ich zumindest, von den Dark Rooms fernhalten. Ich schreibe bewusst “glaube”, da ich es noch nicht versucht habe und gewiss nicht versuchen möchte, da ich heterosexuell und in einer glücklichen Beziehung bin.

Wer übrigens plant, ins Berghain zu gehen, dem sei die Checkliste von gefuehlskonserve.de empfohlen, wo ich auch obiges Bild herhabe. Es lohnt sich es zumindest einmal zu versuchen. Zur Not geht man halt nach einer Stunde wieder heraus.

Helene Hegemann und Axolotl Roadkill

Nun erwähnt Jung-Autorin Helene Hegemann in ihrem “No Future, wir leben den Moment” Roman Axolotl Roadkill mehrmals Szenen im Berghain beschrieben. Ob sie diese nun erlebt hat, ist mir völlig egal. Es ist ein Roman. Das haben viele Leute vergessen. Primär Menschen, welche von Literatur keine Ahnung haben und sich selbst aufgrund ihrer Party- und Drogenerfahrung für ach so tolle und interessante Menschen halten.
In einigen Fällen hinterlassen sie dann noch pseudo-intellektuelle Kommentare auf Amazon und geben schlechte Bewertungen. Wobei letzteres dazu geführt hat, dass Helene Hegemanns Axolotol Roadkill auf Amazon völlig unverdient im Schnitt lediglich 2 Sterne bei ca. 150 Bewertungen bekommt.

Anfang Mai hat Autorin Helene Hegemann eine Stellungnahme zu diversen Kopier-Vorwürfen veröffentlicht.

In der Online-Ausgabe der Zeit rechnet sie mit ihren Kritikern in leider viel zu langen Sätzen ab, bringt es meiner Meinung jedoch trotzdem auf den Punkt.

Wie Blogger Airen mit seinem Buch Strobo von der Medien-Öffentlichkeit profitiert hat

Viele haben sich einfach nur aufgeregt, dass die sehr junge Helene Hegemann ohne Angabe von Quellen u.a. beim Blogger Airen diverse Zitate geklaut bzw. leicht umformuliert hat.

Ich verlinke Airen bewusst nicht, da er anonym bleiben möchte. Ich respektiere das, auch wenn ich es als vollkommen unnötig erachte. Wer sein homosexuelles Partyleben veröffentlicht, soll gefälligst dazu stehen. Es ist somit einfach ein Teil der Erfahrungen, die man gemacht hat und hat den Charakter geprägt. Da das Thema nicht mehr tabuisiert wird, frage ich mich halt, wieso er sich nicht in der Öffentlichkeit zeigen will.

In den 80ern haben z.B. Autoren wie Alan Hollinghurst Romane wie A Line of Beauty verfasst, in denen es genau um das gleiche schwule Thema ging, und es teilweise nicht weniger krass dargestellt wurde.

Anyway, was ich eigentlich schreiben wollte:

Bisher hat, soweit ich weiß, niemand darüber geschrieben, dass Airen unglaublich von der Debatte in den Medien profitiert hat. So befindet sich sein Roman Strobo auf dem Amazon.de Verkaufsrang Nr. 3.294 und der Nachfolge-Roman I am Airen Man auf 4.538.

Wenn er einfach nur zitiert worden wäre, hätte sein Buch nahezu definitiv weiterhin in den 5-stelligen Amazon-Verkaufsrängen vor sich hin gegammelt.

Was ich von solchen Büchern halte

Bücher wie Axolotl Roadkill mögen dem Otto-Normal-Verbraucher wie reine Fiktion erscheinen.
Ich habe in meinem relativ kurzen Leben jedoch bereits Sachen gesehen und gehört, die ich bis dato auch nur aus Filmen wie Requiem for a Dream, Kids oder auch Trainspotting kannte. Diese Filme gehören definitiv in meine persönlichen Top20. Diese Filme haben mich immer fasziniert, da Regeln gebrochen werden, die von der Gesellschaft vorgegeben werden. In einer Stadt wie Stade lernt man kaum Leute kennen, die eben diese Regeln zu brechen wagen. Ist man jedoch ein wenig herumgekommen, stößt man immer wieder auf Leute, die ihre Ziele im Leben leider aufgegeben haben und nur noch für den Moment leben. Ich bin froh, dass es mir nicht so geht und nahezu zu 100% nie so gehen wird.

Es gibt einfach wichtigeres im Leben.

 
 

Meine Meinung interessiert niemanden, mein Blog interessiert niemanden, meine Links interessieren niemanden

 

Heute Mittag nutzte ich nach langer Zeit wieder einmal den E-Mail Verteiler der Fachschaft IPlus an der Uni Hildesheim, um meiner Meinung nach etwas Sinnvolles mit anderen Studierenden und Lehrenden zu teilen.

Da erreichte mich eine E-Mail eines gewissen julesperfect@yahoo.com mit folgendem, sehr übersichtlich gehaltenem Inhalt:

“Bitte hör auf, andauernd den iplus Verteiler zuzuspammen. Deine Meinung interessiert niemanden, dein Blog interessiert niemanden, deine Links interessieren niemanden.”

Immerhin hat er “Bitte” geschrieben.

Ich hatte einem Freund von mir einen Gefallen tun wollen, der selbst eine durchaus lange Zeit an der Universität Hildesheim verbracht hat und 2005 ironischerweise Oberbürgermeister dieser Stadt werden wollte.

Christian Friedrich macht Internet-Fernsehen und ist meiner Meinung nach jemand, der Aufmerksamkeit verdient hat, da ich seine Sendungen sehr gelungen und vor allem witzig finde.

Folgendes Video hatte ich teilen wollen:

Ich habe in letzter Zeit sehr viele nette, kluge, dumme, tolerante, ignorante, gelbe, grüne, große und kleine Menschen kennengelernt.

Jules Perfect ist leider einer von zahllosen Leuten, dem ich rein temporär den Stempel “Ignorant” aufdrücke.
Den kann er sich gerne abwaschen. Ich bitte Mr. Perfect also einfach, das Gespräch zu suchen, statt sich Meinungen herauszunehmen über Dinge, von denen er offensichtlich keine Ahnung hat.

Da ich heute sowieso bloggen wollte, ist nun dieser Post entstanden. Viel zu viel überflüssige negative Energie, aber die knapp 20 Minuten waren es mir dann doch wert.

 
 

Dendemanns neues Album ‘Vom Vintage verweht’: Stumpf ist trumpf 3.0

 

Wie ich diesen Rapper liebe.

Es muss ungefähr 2001 gewesen sein, als er mit Nina MC, Nico Suave et al im alten Schlachthof in meiner mittlerweile dann doch geliebten Heimatstadt Stade gespielt hat.

Seit des Debut-Albums ‘Gefährliches Halbwissen’ von Eins-Zwo freue ich mich immer wieder etwas von diesem unglaublich lustigen und klugen Typen auf die Ohren zu bekommen.

Unvergesslich ist auch der Song K2 und gerne wäre ich 2000 dabei gewesen, als Denyo, Jan Delay, Falk, Ferris, Samy, Dendemann, Illo & Bo diesen live performt haben bei einer Dynamite Deluxe Album Release Party:

Aber auch das eigentliche Video ist genial. Dendemann im Kuh-Kostüm ab 3:30 schießt einfach mal den Vogel ab:

Um das ganze videotechnisch abzurunden hier noch die Beginner Ode an Hamburch Ciddy. Das geht übrigens raus an alle Münchner Koksnasen, die nicht verstehen, dass es neben Electro noch andere, mehr als hörbare Musik gibt:

Ach, jetzt habe ich vor lauter Nostalgie und positiven Eindrücken fast vergessen, dass man ‘Vom Vintage verweht’ bei Amazon kaufen kann. Falls jemand, wie ich, sehr gern mit alten, guten CDs und DVDs seinen Schrank schmückt, dem habe ich gleich noch ein paar mehr Hamburger Hip Hop Größen hinzugefügt. Das war meine Stader Jugend Digga!

Sehr genial ist auch sein aktueller Song ‘Stumpf ist Trump 3.0′. Diese Selbstironie ist einfach der Hammer. Vorne kurz, hinten lang par Exzellence. Das ist mal ‘ne fiese Friesi, wie der ein oder andere Schmalli sagen würde:

Zum allerletzten Abschluss noch einen Gruß an Chris MC, Vincent, die Roughnecks halt plus Anhang im Proberaum, wo ich, glaube ich, 2 mal war und sogar einmal kurz freestylen durfte ;-)

Und ‘nen Kuss an die in der Freizeit jogginghosentragende Frau, die so cool ist, dass sie so ähnlich klingt wie Atit Etin-Etin-Tat.

P.S.: Ja, es handelt es sich um Affiliate-Links. Ihr würde mir also quasi pro Kaufe ca. 25 Cent spenden, die ich momentan wirklich brauche, als armer Diplomand ;-)

Peace!

 
 

In eigener Sache

 

Hi Welt,

lange nicht gebloggt hier.

Das liegt daran, dass ich momentan nicht weiß, wo mir der Kopf steht.
Bis vor ein paar Tagen in positiver Hinsicht. Dann wurde mir mein Handy geklaut, ich habe mehrere Termine deswegen am folgenden Tag verpasst und noch viel schlimmer, Streit mit meiner Freundin deswegen bzw. wegen der Umstände – man ist nicht erreichbar, will sein Handy wiederhaben, etc.

Ich nutze das Handy als Uhr, so dass ich auch etwas weniger Zeitgefühl hatte und einiges verplant habe.

Sobald diese persönlichen Dinge geregelt sind, gibt’s hier auch wieder was zu lesen. Und nicht nur hier! ;-)

Danke.

 
 

Werder Bremen – Valencia | Fußball und das Phänomen der Masse aus Ostkurvensicht

 

Die Masse entsteht aus einer Menge (ev. auch Gruppe), wenn, manchmal nur vorübergehend, ein zentrales Ereignis, eine Leidenschaft, eine Erregung, eine Hoffnung, ein Augenblicksziel oder eine Führerfigur in den Mittelpunkt geraten und somit unter bestimmten, zeitlich bedingten gefühlsmäßig gebundenen Vorraussetzungen temporäre Übereinstimmung in Fühlen und Handeln entsteht. Sie erscheint als ruhende oder als aktive Masse und weist folgende Merkmale auf:

  • Anonymität: Individuelle Verhaltensweisen verflüchtigen sich zugunsten übereingestimmten, trieb- und instinktgesteuerten Handelns im Banne der Leidenschaften. Damit verbunden ist ein subjektiv so empfundenes Schwinden der persönlichen Verantwortung, sodass in der Masse Dinge getan werden, zu denen ein Einzelner nie imstande wäre.
  • Fokussierung: Die Masse ist auf eine Führerfigur oder ein Leitereignis (zB Unfall, Fußballmatch, Popkonzert) hin zentriert.
  • Organisationsniveau: Das Niveau der psychischen Organisation ist niedrig. Die Beziehungen der Mitglieder der Masse, die einander nicht bekannt sein müssen, sind primitiv. Im Gegensatz zur Menge haben alle dasselbe Ziel. Die einzige Gliederung ist die zwischen Führer und Geführten.
  • Affektlastigkeit: Vernunft und Intelligenz treten zugunsten der Affekte zurück, die Masse ist daher gefühls-, nicht vernunftgesteuert. Sie erlebt den “heiligen Schauer” (Begeisterung, Enthusiasmus), wenn zB in einem Stadion 60000 Menschen singen.) Hemmungen, die in der Kleingruppe wirksam sind, fallen dabei weg.
  • Suggestion: Die Masse ist der Suggestion (s. o., Methoden: Repetition = Wiederholung, Persuasion = Überredung, Frappierung = Überrumpelung, Konformierung = Gleichschaltung, Symbolisation = Sinnbildwirkung, Repudiation = Nichtanerkennung, Zurückweisung, ironische Gegensuggestion) leicht zugänglich. (Das Gemeinschaftsgefühl wird dabei oft durch geschickte Wahl von Symbolen und Beeinflussungsmittel, zB Massenmedien, geschürt – vgl. NS-Zeit.) = Suggestibilität, vgl. auch Trance-Tänze. Die Indoktrinierbarkeit (laut LORENZ die siebente der Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit) ist hoch.
  • Identifikationsneigung: Es besteht eine hohe Bereitschaft zur Identifikation miteinander bzw. mit einem Anführer.
  • Repertoire der Verhaltensformen: ist in der Masse stark begrenzt (s. o. Anonymität; Organisiertes Aufstellen, zB im Stadion; Bei-, Missfallenskundgebungen wie Klatschen, Johlen, Pfeifen etc; ev. aggressives Verhalten, das durch Aufputschen verursacht wird usw.), wobei eine gewisse auf Steigerungsfaktoren (bis zur Ekstase) und – bei längerer Dauer – retardierenden Momenten beruhende Dramaturgie erkennbar wird. Das Vorherrschen von Affekten und Trieben führt zu…
  • Tumult: blindwütiger, durch eine Führerfigur lenkbarer Aufruhr der Masse, der sich wellenartig fortpflanzt oder verebbt, wenn kein belebender Widerstand die Tendenz zur Polarisierung und Konfrontation speist, und aufgestauten Aggressionen zum Durchbruch verhilft. (zB manche Demonstrationen; Europacupfinale im Brüsseler Heysel-Stadion 1985; Lynchjustiz etc.)
  • Panik: ist das Angstverhalten der Masse (meist sinnlose Flucht, zB bei Bränden), das unter Ausschaltung der Vernunft meist noch größeren Schaden verursacht (auch ohne objektive Bedrohung möglich, zB im Gedränge Berg Isel-Stadion 1999).
  • Massenpsychologie ist seit mehr als 100 Jahren das Thema zahlloser Autoren. Die Bevölkerungsexplosion in Europa (von 1800 bis 1941 von 178 Mill. Ew. auf 571 Mill.) hatte die Massenbildung und damit die Beobachtung der damit zusammenhängenden Phänome enorm gesteigert.

Quelle: Kompendium der Psychologie

P.S.: Forza SVW!

 
 

Neue Webcam – kurzes Hallo und Cebit-Session Ankündigung

 

Wenn möglich bitte Sound herunterdrehen. Das war meine erste Aufnahme und ich hatte die Einstellungen noch nicht so ganz fein justiert. Die Auflösung ist auch noch nicht optimal. Geht besser mit der Logitech Webcam Pro 9000, wie in einigen YouTube Videos zu sehen.

Übrigens:

Social Media Szene verschenkt noch zwei Social Media Beratungen auf Skype, inkl. relevantem Material – soweit vorhanden ;-)
Einfach einen Kommentar auf der Social Media Szene Facebook Fan Page hinterlassen.

Cheers!

 
 

Ein erster deutscher Post hergestellt in Hamburg-Bramfeld

 

Moin,

um im neuen Jahr gleich mal zweisprachig unterwegs zu sein, habe ich mich entschieden, hier ab sofort ausschließlich in deutscher Sprache zu bloggen.

Das liegt vor allem auch daran, dass ich immer mehr merke, dass ich gar nicht mehr so richtig mitbekomme, was in der deutschen “Social Media Szene” so abgeht. Von daher dient dieser Blog primär dazu, in die Konversation einzusteigen, Diskussionen zu entfachen, interessante Dinge mitzuteilen, und, wie die Domain dieses Blogs schon andeutet, das ganze desöfteren ein wenig lockerer und humorvoller anzugehen.

Was mein offline-Leben angeht, wohne ich jetzt in Hamburg-Bramfeld, 5 Minuten von meinem Arbeitgeber Otto entfernt, wo ich momentan meine Abschlussarbeit mit dem glorreichen Thema “Analyse und Konzeption eines Ansatzes für das Lebenszyklusmanagement der auf der Global Otto Group Plattform entstehenden Informationen” schreibe. Klingt ein wenig “awkward”, um mal wieder ins Englische abzuschweifen, ist aber durchaus spannend, gerade vor dem Hintergrund in so einem großen Konzern während der Einführung einer Plattform beteiligt zu sein, welche sich das Enterprise2.0 Paradigma auf die Fahnen schreibt.

Wenn jemand also in Hamburg verweilen sollte und nichts mit sich anzufangen weiß, ist er oder gar sie immer gerne auf einen Kaffee eingeladen. Vorausgesetzt, man möchte sich auf ein Sofa setzen, welches ich für einen Euro bei ebay ersteigert habe.